Diese Woche gab es nicht nur zusätzliche Details zu den Neuerungen in iOS 27, macOS 27 und Co., sondern auch weitere Apple- und Tech-News. In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 25 des Jahres 2026 findet ihr u. a. diese Meldungen: Social-Media-Verbot für unter-16-Jährige im UK, AR-Brille von Snap vorgestellt, Commodore Callback als modernes Klapphandy, Gerüchte zum 20th Anniversary iPhone, Veröffentlichungszeitraum für Kamera-AirPods, und mehr!
Nach Australien hat nun auch die Regierung des Vereinigten Königreichs (UK) ein Social-Media-Verbot für Kinder und Teenager unter 16 Jahren beschlossen. Darunter fallen Apps und Plattformen wie Snapchat, Instagram, TikTok, Facebook, X und YouTube. Aber auch Reddit, Threads, Twitch und weitere passen zur Definition im Gesetzestext, wie The Guardian erklärt.
Während ein Verbot der Social-Media-Plattformen als ein erster Schritt in Richtung des Kinder- und Jugendschutzes verstanden werden kann, sollte er nicht als Allheilmittel angesehen werden. Denn die jungen User werden auf andere Plattformen und Webseiten ausweichen, teils mit noch weniger oder keiner Inhalte-Moderation. Offline-Alternativen und „dritte Orte“ sind also ebenso wichtig.
Zudem müssen die Probleme von Social Media (verstörende Inhalte, süchtig-machende Mechanismen, etc.) für User jeden Alters angegangen werden. Große Tech- und Plattform-Riesen müssen diesbezüglich mehr zur Verantwortung gezogen werden. Eine Podcast-Empfehlung zum Thema (englisch): Aktuelle Folge des „The Interface“-Podcasts der BBC.
Snap stellt AR-Brille „SPECS“ vor
Snap, die Firma hinter der Social-Media-Plattform Snapchat, hat diese Woche seine „SPECS“ genannte Brille mit Augmented Reality (AR) vorgestellt: specs.com. Die Smart Glasses sollen Inhalte über die Ansicht der realen Welt projizieren können, sodass etwa die Fußgänger-Navigation damit realisiert werden kann. Aber auch Medien, Web- und Spielinhalte sollen angezeigt werden können.
Natürlich hat die SPECS-Brille von Snap Kameras, Mikrofone und Lautsprecher verbaut. Das sorgt in Verbindung mit der AR-Technik, anders als bei den Modellen von Meta und Ray-Ban, für einen ziemlich fetten Rahmen. Somit hebt sich die Snap-Brille von regulären Brillengestellen ab. Doch trotz dieses markanten Looks sinkt mit zunehmender Zahl von Smart-Glasses-Anbietern die Privatsphäre im Alltag.
Dazu die Video-Empfehlung „Heimlich gefilmt: Warum Du jetzt nirgends mehr sicher bist“ von ARD team.recherche:
Während die großen Tech-Konzerne mit Medienplattformen, Kamerabrillen und KI-Wettrennen immer mehr Leute vor Probleme stellen, da will Commodore ab 30. Juni 2026 eine Lösung anbieten. Das Commodore Callback ist ein Klapphandy im Retro-Stil, auf dem zahlreiche Android-Apps unter Sailfish OS laufen. Unter anderem lassen sich Messenger wie WhatsApp, Signal und Telegram nutzen.

Dafür wird aktiv auf Apps wie Webbrowser und Social Media (Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube, X, etc.) verzichtet. Das Display mit 480 x 640 Pixeln bietet zudem keine Touchbedienung. Zur Eingabe von Text muss das Tastenfeld mit T9 verwendet werden. Dank LTE-Unterstützung, microSD-Kartenslot, Kopfhöreranschluss, austauschbarem Akku und hochauflösenden Kameras ist das Commodore Callback trotzdem umfangreich einsetzbar.
Mehr zum Gerät gibt es auf https://commodore.net/callback/.
Cloud-Nutzung an iPhone und iPad: Italien startet DMA-Untersuchung gegen Apple
Die italienische Wettbewerbsaufsicht hat unter den Gesichtspunkten des Digital Markets Act (DMA) der EU eine Untersuchung gegen Apple eingeleitet. Kernpunkt ist die Nutzung von Cloud-Angeboten an iPhone und iPad sowie die dafür verfügbaren Funktionen unter iOS und iPadOS.
Drittanbieter-Clouds werden laut der verlinkten Pressemitteilung von Apple nicht gleichwertig zu iCloud behandelt. Als Beispiel wird die Möglichkeit eines vollständigen Geräte-Backups gegeben. Ein Backup mit allen Gerätedaten sei ausschließlich mit Ablage in der iCloud möglich, nicht aber in Verbindung mit anderen Speicher-Services.
iPhones für 2027: Zwei Größen für „20th Anniversary“-Modell, zweites Falt-iPhone
In einem aktuellen Bloomberg-Bericht will Mark Gurman bereits einen Ausblick auf das iPhone-Lineup des kommenden Jahres geben. So soll das 20th Anniversary iPhone, das 20 Jahre nach dem allerersten Apple-Smartphone vorgestellt wird, in zwei Größen angeboten werden. Die Geräte mit angeblich randlosem, an den Kanten gebogenem Display sollen gleich groß wie das iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max sein.
Außerdem soll parallel dazu im September 2027 die zweite Generation des faltbaren „iPhone Ultra“ veröffentlicht werden. Dessen erste Generation wird für September 2026 erwartet. Zahlreiche Gerüchte und angebliche Leaks lassen eigentlich kaum noch Fragen zu Maßen, Displayspezifikationen, Kameras und Buttons übrig. Was genau im Herbst auf den Markt kommt, das müssen wir aber natürlich abwarten.
AirPods mit Kameras sollen ebenfalls im Herbst 2027 erscheinen
Im gleichen Bloomberg-Artikel von Mark Gurman werden mal wieder die Kamera-AirPods erwähnt. Zu diesen gab es in den letzten Monaten auch immer mal wieder Gerüchte. Die Kameras der AirPods sollen niedrig auflösend sein und nicht der Aufnahme von Fotos oder Videos, sondern der Erkennung der Umgebung durch Visual Intelligence dienen. Die AirPods mit Kameras sollen damit Apples erste tragbare KI-Produkte sein (vor den angeblichen Apple Glasses).
Die Erkennung der Umgebung kann verschiedenen Zwecken dienen. Siri könnte zum Beispiel zu bestimmten Objekten, Pflanzen, Tieren, Sehenswürdigkeiten und so weiter befragt werden. Die Navigation anhand von visuellen Wegpunkten ist ebenfalls denkbar. Bedienungshilfen mit Visual Intelligence könnten für blinde Menschen realisiert werden, ohne dass sie dauerhaft die iPhone-Kamera auf ihre Umgebung richten müssen.
Die AirPods mit Kameras sollen parallel zum 20th Anniversary iPhone im Herbst 2027 erscheinen.
Videoempfehlung für Eltern: „Virtuelle Freunde, reale Gefahren“ von Arte
Und zum Schluss noch eine Videoempfehlung für alle Eltern: die Folge „Virtuelle Freunde, reale Gefahren“ des Arte-Formats „Mit offenen Daten“. Darin geht es um Chatbot-Apps, mit denen vor allem Teenager angesprochen werden. Die auf TikTok und anderen Social Media-Plattformen beworbenen Angebote enthalten sehr verstörende Inhalte, die sich schädlich auf Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene auswirken können:
Die Sir Apfelot Beiträge der Woche
- Wenig genutzt: Apple entfernt Walkie-Talkie App aus watchOS 27
- Apple erhöht die Preise: Speicherkrise wird nicht weiter abgefedert
- Touch-Gesten: Wie macOS 27 das MacBook Ultra ankündigt
- Querformat und „Sidecar“: Wie iOS 27 das iPhone Ultra ankündigt
- Terminal-Warnung: Apple erklärt „Malware erkannt, Einsetzen blockiert“
- macOS 27 liefert Liste mit Intel-basierten Apps auf dem Mac
- Safari mit KI: Tabgruppen, individuelle Plugins, Website-Überwachung
- Apple vs. EU: Warum Siri AI auf iPhone und iPad erst später erscheint
- Das neue Apple Intelligence: Features für iPhone, iPad, Mac und Co.
- Kein Upgrade: Diese 16 Apple-Geräte bekommen kein „27“-Betriebssystem
- Unter der Lupe: Was kann Siri AI von Apple?
- Apple macht iCloud+ zum KI-Abo
- Sir Apfelot Wochenschau KW 24, 2026
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.









