Sir Apfelot Wochenschau, KW 32 2019

Und damit wären wir mal wieder bei einem Freitag angekommen. Was das heißt, das wissen fleißige „Sir Apfelot“-Leser/innen bereits: eine neue Sir Apfelot Wochenschau steht an. Dieses Mal zeige ich euch jene Apple- und Tech-News auf, die mir in der Kalenderwoche 32 des Jahres 2019 besonders aufgefallen sind. Mit dabei sind unter anderem die folgenden Themen: Datenskandal bei Instagram (mal wieder), einfache Ortung von Lovoo-Nutzer/innen, Sprachassistenten und ihre menschlichen Ohren, Wüstenstrom mit Desertec, Videospiele als Sündenbock, Augmented Reality für die PlayStation, faltbare Apple-Mobilgeräte und mehr! Und hier noch zwei Einzelbeiträge vorab: GermanWiper als Gefahr für Unternehmen / Aktuelle iPhone 11 Gerüchte.

Themen in der Sir Apfelot Wochenschau zur Kalenderwoche 32 in 2019: Datenskandale bei Instagram und Lovoo, menschliche Zuhörer bei Sprachassistenzen, Strom aus der Wüste, Killerspiele als Grund, faltbare Endgeräte und ordentlich Kohle für Apple-Schwachstellen.

Themen in der Sir Apfelot Wochenschau zur Kalenderwoche 32 in 2019: Datenskandale bei Instagram und Lovoo, menschliche Zuhörer bei Sprachassistenzen, Strom aus der Wüste, Killerspiele als Grund, faltbare Endgeräte und ordentlich Kohle für Apple-Schwachstellen.

Hyp3r hatte Zugang zu sensiblen Instagram-Nutzerdaten

Ein Werbe-Start-Up aus San Francisco namens „Hyp3r“ soll bei Instagram von Facebook Millionen von sensiblen Nutzerdaten abgegriffen haben, wie unter anderem die Süddeutsche berichtet. Dabei sei nicht nur dem jungen Unternehmen selbst die Schuld zuzuweisen, sondern gewissermaßen auch wieder dem nachlässigen Facebook-Konzern von Mark Zuckerberg. Denn nach Cambridge Analytica und Co. zeigt der Hyp3r-Fall abermals, dass der Datenschutz bei Facebook, Instagram und WhatsApp immer noch nicht ernst genug genommen wird. Die Werbe-Agentur Hyp3r speicherte neben Nutzerdaten und Profilbeschreibungen (Bio) auch Instagram Stories, die eigentlich nach 24 Stunden verschwinden. Die automatisch gespeicherten Videos wurden per KI ausgewertet, um sie werbewirksam zu untersuchen.

Stalking, Mobbing und mehr: Ortung von Lovoo-Nutzer/innen

Während einfache Nutzer/innen der erfolgreichen Dating-App „Lovoo“ die Umkreissuche sicherlich als gutes und brauchbares Feature bei der Partnersuche ansehen, da kann es für kriminellere Subjekte ein potentes Werkzeug sein. Wie die Tagesschau hier mit Berufung auf eine BR-Untersuchung und eine Bestätigung durch Linus Neumann (CCC) aufzeigt, kann der Standort von Personen durch Messung an verschiedenen Punkten im Umkreis stark eingegrenzt werden. Lovoo kann mit verschiedenen Maßnahmen dagegen vorgehen. Bis das umfassend geschieht, wird Stalking, Mobbing und Doxing durch die aufgezeigte Möglichkeit begünstigt, da neben temporären Aufenthaltsorten auch der Wohn- und Arbeitsort ermittelt werden könnten.

Alexa-Anfragen in privaten Home Offices ausgewertet

Per „Opt-Out“-Möglichkeit kann man Amazon untersagen, dass die an die Sprachassistenz Alexa gerichteten Aussagen analysiert und zur Entwicklung des Dienstes herangezogen werden. Nimmt man sie in Anspruch, dann wird man auf Funktionseinschränkungen hingewiesen. Deshalb werden sich sicher viele dann doch für die Auswertung entscheiden. In der Vergangenheit sollen, einem Bericht von heise online nach, u. a. Freiberufler/innen im Home Office die Sprachschnipsel ausgewertet haben. Von heise zitierten Artikeln nach (Welt am Sonntag) sollen zum Beispiel Zeitarbeiter in Polen am Küchentisch ihrer Analyse-Arbeit nachgekommen sein.

Sprachassistenzen – Das Aus für menschliche Zuhörer

Wie als Reaktion auf die oben aufgezeigte Enthüllung hat die Süddeutsche hier eine passende Meldung mit der Überschrift „Sprachassistenten verlieren ihre menschlichen Ohren“ parat. Darin wird aufgezeigt, dass bei Siri von Apple sowie bei der Sprachassistenz von Google keine Menschen mehr zuhören sollen. Bei Alexa von Amazon können Nutzer/innen, wie oben schon beschreiben, selbst in den Einstellungen dafür sorgen, dass ihre Sprachschnipsel vertraulich(er) behandelt werden. Einleitend heißt es nachvollziehbar: „Der Skandal ist nicht, dass Menschen zuhören, sondern dass Amazon, Apple und Google dieses Vorgehen jahrelang verschwiegen haben.“

Strom von der Wüstensonne – Aktuelles zur “Desertec”-Idee

Könnt ihr euch noch an Desertec erinnern? Vor zehn Jahren war das Projekt, das mit großen Solaranlagen in der Sahara Strom für Europa erschaffen sollte, umfangreich in den Medien diskutiert worden. Aktuell wird es – nicht zuletzt im Rahmen der Klimadebatte – wieder besprochen. Die WirtschaftsWoche fragt zum Beispiel: „Was wurde aus Europas Traum vom grünen Wüstenstrom?“ und zeigt Vergangenes und Aktuelles zum Thema auf. Auf der Welt-Webseite geht man weiter, denn da wird klar gesagt: „Ohne Desertec 3.0 gibt es kaum Hoffnung fürs Klima“. Das Thema sollte also wieder auf den Tisch.

Schießereien in den USA – Trump schiebt Schuld u. a. auf Videospiele

Etablierte Medien, die vom aktuellen US-Präsidenten Donald Trump gern mal als „Fake News“ degradiert werden, kennen das schon: sie müssen oft als Sündenbock herhalten. Nach aktuellen Schießereien in den USA braucht der amtierende Machthaber anscheinend noch ein paar weitere Bereiche, die er verteufeln kann, damit bloß nicht seine rassistischen Aussagen oder das läppische Waffengesetz der Staaten in Verruf kommen. Warum also nicht Videospiele, wie unter anderem Mobile Geeks aufzeigt? Hierzulande ist die Diskussion rund um Videospiele (respektive Ego-Shooter als spezielles Genre) zum Glück schon vor Jahren abgeebbt. Dass sie weder Grund noch Auslöser für Amokläufe sind, sollte klar sein.

Patent weist auf Augmented Reality für PlayStation VR hin

Anderes… naja, gleiches Thema: Videospiele. Denn wie PlayM aufzeigt, kam vor kurzem ein VR-Patent ans Tageslicht, das die Implementierung von Augmented Reality (AR) in die PlayStation VR andeutet. Das könnte heißen, dass die Virtual-Reality-Brille von Sony auch mit einem AR-Feature für die Einbringung von Objekten, Szenen und Spielen in die reale Umwelt ausgestattet werden könnte. Ob und wann diese Technik allerdings marktreif ist und den Nutzer/innen zur Verfügung stehen wird, dazu gibt es noch keine Aussagen. 

Faltbares iPad und iPhone nicht vor 2021?

Im Hinblick auf mobile Endgeräte mit faltbaren Displays soll Apple vorerst ein iPad und im Anschluss ein iPhone planen. Allerdings soll die Technik, die ja zuletzt bei Herstellern wie Huawei, Samsung und Xiaomi mehr schlecht als recht in die Realität umgesetzt wurde, nicht vor 2021 angeboten werden. Das zeigt unter anderem die ApfelPage an dieser Stelle auf. Nicht nur die Technik und deren Langlebigkeit bei ständiger Benutzung sind ein Faktor, der uns auf entsprechende Geräte warten lassen wird. Auch dass diese bezahlbar werden müssen, ist ein Grund dafür, dass wir noch nicht in nächster Zeit mit faltbaren Smartphones und Tablets rechnen können. 

Apple: Vergütung nun auch für macOS-, watchOS- und tvOS-Schwachstellen

Dass Apple für aufgespürte Bugs respektive Sicherheitslücken in seinem mobilen iOS-Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch eine Prämie ausschreibt, ist ja nichts Neues. Im Rahmen der diesjährigen Black-Hat-Konferenz hat der Technik-Riese aus Cupertino sein Bug-Bounty-Programm allerdings ausgeweitet. Nun gibt es auch eine Belohnung für jene, die Bugs, Sicherheitslücken und dergleichen in macOS, watchOS bzw. tvOS finden. Außerdem wurde die Summe der maximalen Auszahlung auf 1 Million US-Dollar erhöht (abhängig von Art des Funds). Details dazu gibt’s in dieser Meldung von iFun.

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