Apple Music Leak: Kostenloses Abo mit Werbung und Skip-Limit?

Das Apple Music Abonnement kann man aktuell – abseits eines gratis Testzeitraums – nur kostenpflichtig nutzen. Analysen von Android App-Code zeigen aber auf, dass Apple an einem günstigen oder kostenfreien Abo arbeitet. Ähnlich dem früheren Spotify Free-Angebot soll dieses ein Limit fürs Überspringen von Titeln haben. Und vielleicht auch Werbung zwischen den Songs.

Eine Code-Analyse zeigt Meldungen, die zu einem kostenlosen Apple Music Abo passen würden. Apple Music gratis nutzen, aber mit Werbung und Skip-Limit?
Eine Code-Analyse zeigt Meldungen, die zu einem kostenlosen Apple Music Abo passen würden. Apple Music gratis nutzen, aber mit Werbung und Skip-Limit?

Apple Music Abo mit Einschränkungen: App für Android enthält Code-Hinweise

Auf das günstigere oder kostenlose Music-Abo weist der bekannte Code-Analyst Aaron Perris auf X hin. Im Code der Apple Music App für Android-Geräte hat er zwei Meldungen gefunden, die noch nicht aktiv zum Einsatz kommen, aber das zukünftige Abo vorzubereiten scheinen.

Die Meldung error_message_premium_account_required gibt den Hinweis „Premium access required“ aus, also „Premium-Account wird benötigt“. Diese Meldung erscheint wahrscheinlich, wenn man eine Funktion verwenden will, die im Gratis-Abo nicht zur Verfügung steht.

Die zweite Meldung heißt error_message_skip_limit_reached und führt zur Meldung „Can’t skip any more tracks“, also „Du kannst keine weiteren Titel überspringen“. Das kostenlose Apple Music Abo wird also mit großer Wahrscheinlichkeit ein Limit für das Skippen von Songs mitbringen. Falls es nicht noch Änderungen daran gibt.

Weitere Möglichkeit für Apple, Werbung zu platzieren

Apple hat mit der Zeit immer mehr Möglichkeiten ausgelotet, um Werbung in seinen Diensten unterzubringen. Das Geschäft mit Werbung von anderen Unternehmen läuft gut für den iPhone-Hersteller. Zuletzt wurde mehr Werbung im App Store zugelassen und erstmals auch Werbung in den Apple Karten.

Ein Gratis-Abo für Apple Music wäre eine neue Möglichkeit für Apple, sowohl Werbung in einem seiner Dienste zu platzieren als auch User zu einem kostenpflichtigen Abo zu drängen. Ähnlich wie es Spotify lange Zeit gehandhabt hat. Werbefinanzierte Abos bei Film- und Serien-Streamingdiensten könnten hier ebenfalls als Vorbild dienen.

Apple Music Preise starten derzeit bei 5,99 Euro

Das aktuell günstigste Abonnement für Apples Musik-Streaming und Hörspiele ist das Abo für Studierende, welches nur 5,99 Euro im Monat kostet. Ein Studiennachweis ist hierbei erforderlich. Ansonsten kann das Einzelperson-Abo für 10,99 Euro im Monat verwendet werden – oder das Familienangebot für 16,99 Euro. Insgesamt sechs Personen können darauf zugreifen.

Insgesamt günstiger kommt man für die enthaltenen Einzelangebote weg, wenn man Apple One bucht. Apple One verbindet zu einem Sparpreis verschiedene Abos miteinander. Für 19,95 Euro im Monat gibt’s 50 GB iCloud-Speicher mit Apple TV, Apple Music und Apple Arcade. Weiterer Speicher sowie Apple Fitness+ als zusätzlicher Dienst sorgen für einen Aufpreis.

Apple Music Voice für 4,99 Euro wurde nach zwei Jahren eingestellt

Das neue Angebot wäre nicht das erste niedrigpreisige (oder kostenfreie) sowie in den Funktionen eingeschränkte Abo, das Leute zu Apple Music locken soll. Im Herbst 2021 hatte Apple das „Voice“-Abo eingeführt, das für die Nutzung von Apple Music über Siri gedacht war – etwa am HomePod. Zudem fehlten Musikvideos, Liedtexte und andere visuelle Inhalte.

Nur zwei Jahre später, im Herbst 2023, wurde das Abo ersatzlos gestrichen. Das Siri-basierte Abonnement war zu diesem Zeitpunkt das günstigste neben dem Studi-Angebot. Ob das nächste Experiment erfolgreicher sein und länger laufen wird, das müssen wir abwarten. Ich kann mir vorstellen, dass das Gratis-Abo für Apple Music im Herbst parallel zum HomePod mini 2 und Apple TV 4K der nächsten Generation vorgestellt wird.

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