DVD Kopierschutz umgehen: Film trotz Schutz kopieren – ist das legal?

Den DVD Kopierschutz umgehen, das ist mit der richtigen Software gar nicht schwer; jedoch bleibt die Frage, ob das Rippen der DVD trotz Kopierschutz legal ist. Denn ganz ohne Grund wird die Umwandlung vom DVD-Film in ein digitales Video, ein Abbild oder den auf einen Rohling gebrannten Film nicht erschwert. Ob es legal ist, DVDs trotz Kopierschutz zu kopieren oder als Video zu speichern, das möchte ich hier kurz aufzeigen. Wie immer stellt der Artikel natürlich keine Rechtsberatung dar, sondern zeigt nur nach bestem Wissen und Gewissen recherchierte Fakten auf.

Den DVD Kopierschutz umgehen? Mit der richtigen Software ist das möglich, aber nicht legal.

DVD Kopierschutz: Wie funktioniert die Blockade?

Warum braucht es zum Kopieren einiger DVDs bestimmte Software und warum lassen sich andere Filme ohne Umwege direkt auf einen Rohling brennen? Das liegt am sogenannten Kopierschutz, einer digitalen Modifikation der Filmspuren auf digitalen Datenträgern. Sowohl bei einer CD und einer DVD als auch bei einer Blu-Ray Disc kann es diesen Schutz geben. Der Hersteller / Filmverleih nutzt die Modifikationen in der Filmspur (oder Audiospur), um sowohl Apple Mac Computern als auch Windows PCs das Kopieren zu erschweren.

DVD-Player sowie Abspielgeräte für Blu-Rays sind einfacher strukturiert und stören sich beim normalen Abspielen nicht an der Veränderung der digitalen Spur. Computer aber kommen ins Rätseln. Meist dauert es aber nur etwa eine Woche bis findige Programmierer Updates für Brennprogramme oder Ripper geschrieben haben, damit diese Apps den neuen DVD Kopierschutz umgehen können. Ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Filmindustrie und Softwarebastlern.

Darf ich eine Software zum Umgehen des DVD Kopierschutzes nutzen?

Nein. In Deutschland sind zwar Privatkopien erlaubt, jedoch darf für deren Anfertigung kein Kopierschutz umgangen werden. Auch dürfen deutsche Softwareschmieden keine Programme herstellen oder vertreiben, die es dem Nutzer ermöglichen, den Schutz einer Disc auszuschalten, damit diese kopiert werden kann. Der Download und die Nutzung von Software gegen den Kopierschutz sind aufgrund von Softwarefirmen in Asien und anderen Orten der Welt aber möglich. Jedoch würde ich von einem solchen Download abraten. Immerhin verstößt man mit der Nutzung der Software gegen geltendes Recht. Und das selbst dann, wenn man nur eine Privatkopie für den Hausgebrauch anfertigen möchte.

Was darf man im Hinblick auf die Privatkopie überhaupt?

Im Grunde nur zwei Dinge: Erstens eine DVD (oder CD, oder Blu-Ray) kopieren, wenn sie keinen Kopierschutz besitzt. Zweitens die angefertigte Kopie der DVD nur selbst nutzen bzw. nur die Familie im eigenen Haushalt nutzen lassen. Denn selbst der private, nicht entgeltliche Verleih einer DVD-Kopie ist schon nicht mehr rechtens. Ihr könnt maximal die Kopie behalten und das Original ausleihen – klingt nach Haarspalterei, ist aber rechtlich relevant. Ist die besagte DVD nicht kopiergeschützt, dann dürft ihr den Film oder die Serie auch digital als Video auf eurer Film-Festplatte (zur eigenen Nutzung) speichern.

Legale digitale Filme: Video On Demand als Alternative

Bevor ihr euch nun aber ärgert, dass ihr DVDs nicht kopieren dürft, wenn sie mit einem Kopierschutz versehen sind, solltet ihr einfach einen Blick auf die Alternativen werfen. Ob Apple Mac, MacBook oder Windows PC – ihr könnt mit iTunes, dem Google Play Store, Netflix, Amazon und weiteren Anbietern legal Downloads von Filmen und Serien nutzen. Wichtig ist hier nur: nur diese (und andersnamige) Dienste, die kostenpflichtig sind, sind auch legal. Alle kostenlosen Streams über kinox.to, movie4k.to und Co sind offiziell illegal! Bei iTunes allerdings könnt ihr Filme herunterladen, auf einer Festplatte oder einem mobilen Player bzw. dem iPod, iPad oder iPhone speichern und sie damit flexibel, digital und legal genießen.

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2 Kommentare

  1. Martin sagt:

    Korrekt: bei iTunes (und Co) kann ich mir digitale Inhalte herunterladen und auf den vom Anbieter freigegebenen (zertifizierten) Geräten (iPad, Apple-TV) anschauen. Aber eben nur auf diesen. Früher konnte ich eine DVD (oder gar VHS-Kassette) problemlos zum Kumpel mitnehmen und dort anschauen.
    Obendrein darf nicht verschwiegen werden, dass die Leihgebühr für den Film höher ist, als früher die Leihgebühr für eine DVD in der Videothek. Und der Kaufpreis für den 'Software-Film' ist oft ebenfalls teurer, als die DVD, wenn sie mal beim Discounter angekommen ist. Und dann kommt noch die unschöne Geschichte, dass ich zwar den Film bezahlt habe, aber wenn der VOD-Anbieter pleite geht oder der Rechteinhaber im Streit mit dem VOD-Shop liegt, ist in der Regel auch mein lokal gespeicherter Film unbrauchbar, weil die kontaktierten DMS-Server nicht mehr antworten oder sogar die Kopie remote gelöscht wird. M$-Zune-Besitzer können davon ein Lied singen…

    Ich war vor einem halben Jahr auf der verzweifelten Suche nach einem VOD-Anbieter ohne digitales Rechtemanagement da ich Filme auf einem mp4-Player im Auto abspielen lassen wollte. Selbstredend gibt es keinen solchen Anbieter aber ich wurde bei einer Google-Abfrage mit illegalen Konvertierprogrammen bombardiert, die Inhalte von Amazon, iTunes, Google-Playstore etc. von den digitalen Fesseln befreien wollten… für einen stattlichen Preis versteht sich.
    Schöne neue Welt :-/

    • Johannes Domke sagt:

      Es gibt bei jedem Angebot Vor- und Nachteile. So kann man beispielsweise immer noch DVDs in Videotheken oder Bibliotheken leihen. Diese kann man unterwegs mit mobilen DVD-Playern oder dem Laptop abspielen (beim neueren MacBook, beim MacBook Air, Netbooks, etc. braucht man ein externes Laufwerk). Das perfekte Angebot, das keine Wünsche mehr übrig lässt, wird es wohl nicht so schnell geben.

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