Sir Apfelot Wochenschau KW 22, 2026

Ein neuer Freitag, eine neue Sir Apfelot Wochenschau. Heute schauen wir auf die Apple- und Tech-News, die mir in der Kalenderwoche 22 des Jahres 2026 aufgefallen sind. Mit dabei sind u. a. diese Meldungen: 200 Millionen Euro Bußgeld gegen Temu verhängt, YouTube wird KI-Inhalte auffälliger kennzeichnen, Meta führt Plus-Abonnements für seine Social-Media-Plattformen ein, erste Schutzhülle fürs faltbare iPhone Ultra gesichtet, und mehr!

Temu: Europäische Kommission verhängt 200 Mio. Euro Bußgeld

Die Europäische Kommission hat sich das Gesetz für digitale Dienste (Digital Service Act, kurz DSA) zunutze gemacht und gegen die chinesische Shopping-Plattform Temu ein Bußgeld in Höhe von 200 Millionen Euro verhängt. Dies geht zurück auf eine 2024 von Temu mangelhaft durchgeführte Risikobewertung sowie die teils gefährlichen von der Plattform in die EU eingeführten Produkte.

In der Pressemitteilung zum verhängten Bußgeld zeigt die Europäische Kommission auf, dass Temu sich bei seiner Risikobewertung nicht ausreichend auf die eigene Plattform bezogen hat. Stattdessen wurde der gesamte E-Commerce-Sektor im Allgemeinen betrachtet. Zudem wird auf Tests von in die EU eingeführte Ladegeräte und Babyspielzeug eingegangen. Mehrere Tests förderten Sicherheitsrisiken, unerlaubte Chemikalien, etc. zutage.

Vor Temu habe ich bereits 2023 umfangreich gewarnt: Temu – Schnäppchenjagd und Strafregister. Hört auf, dort und bei Plattformen wie Shein billigen und gefährlichen Müll zu bestellen. Danke.

KI-Inhalte: YouTube kennzeichnet Videos auffälliger, auch wenn Creator es nicht tun

YouTube hat bekanntgegeben, dass Videos mit KI-Inhalten zukünftig besser gekennzeichnet werden sollen. Die Plattform behält sich dabei vor, das KI-Label auch dann anzuzeigen, wenn Creator die Nutzung von KI beim Hochladen des Videos nicht selbst zugeben. Wird von YouTube der Einsatz von KI erkannt, dann bekommt das entsprechende Video den passenden Stempel verpasst. Ich begrüße das, denn es gibt auf YouTube ziemlich viel KI-Grütze.

Um zu sehen, ob und in welchem Umfang KI an einem Video beteiligt war, muss man laut der Ankündigung nicht mehr die Videobeschreibung (von Langspielvideos) aufrufen. Die Kennzeichnung wird zukünftig direkt unter dem Videoplayer angezeigt, sodass die Nutzung von KI nicht mehr so leicht verheimlicht werden kann. Und für Shorts (kürzere Hochkantvideos) wird ein Overlay eingeführt, das prominenter auf KI-Inhalte hinweist. Vor allem künstliche, fotorealistische Inhalte sollen so schneller als Unecht erkannt werden.

KI-Finanzierung: Meta führt Plus-Abos für Facebook, Instagram und WhatsApp ein

Meta rollt aktuell neue Abonnements für seine Social-Media-Plattformen aus. Facebook Plus, Instagram Plus und WhatsApp Plus sollen zusätzliche Nutzungsoptionen, Features für die individuelle Anpassung und dergleichen mitbringen. Die Abos sollen es außerdem ermöglichen, Inhalte individueller zu posten (mit und ohne Feed-Veröffentlichung) sowie Vorschauen von Inhalten anzusehen, ohne als deren Besucher zu erscheinen.

Laut einem Instagram-Video, das von der Meta-Produktchefin Naomi Gleit gepostet wurde, sollen die neuen Abos spaßige neue Features und mit der Zeit immer wieder neue Nutzungsmöglichkeiten bieten. Das Ganze geht einher mit neuen Abos für Meta AI und die Meta KI-Brillen. Dass sich Meta hier um die User kümmern oder unabhängiger von Werbeeinnahmen werden will, denke ich nicht. Viel mehr werden verzweifelt Wege gesucht, auf denen die Ausgaben für KI-Entwicklungen und -Rechenzentren wieder reingeholt werden sollen.

In diesem Zusammenhang empfehle ich die Seite https://isaiprofitable.com/, die auf Basis geschätzter Daten aufzeigt, wie viel die großen Tech-Firmen bereits in KI investiert und wie viel sie damit eingenommen haben. Meta soll bisher 230 Milliarden US-Dollar ausgegeben und 3 Milliarden US-Dollar eingenommen haben. Ähnlich schlecht sieht es bei Amazon, Alphabet (Google), Microsoft, Oracle, OpenAI und Anthropic aus. Nur Nvidia macht als Chiphersteller laut der Gegenüberstellung Gewinne im KI-Bereich.

So soll iOS 27 aussehen: Kamera App, Siri App und mehr als Mockup

Dieses Jahr ist es kein dubioser YouTuber, der das angebliche Aussehen kommender iPhone-Software verbreitet. Sondern die Wirtschaftspublikation Bloomberg. Aufbauend auf dem verlinkten Bericht (Paywall) zeigen verschiedene andere Magazine und Blogs auf, wie die Kamera App, die Siri App und weitere Inhalte von iOS 27 aussehen könnten.

So zeigt etwa MacRumors die einzelnen Details frei zugänglich auf. In einem Artikel geht es um die Kamera App, ein anderer zeigt die mutmaßlichen Neuerungen rund um Siri, die neuen Chatbot-Funktionen der Sprachassistenz und die umfangreicher nutzbare Suche-Funktion des Systems. Was Apple für iOS 27 tatsächlich entwickelt hat, das sehen wir am 8. Juni zum Auftakt der WWDC26.

Fokus der WWDC26 soll auf On-Device-KI liegen

In seiner letzten großen öffentlichkeitswirksamen Rolle als Apple-CEO wird Tim Cook zum oben genannten Termin die diesjährige World Wide Developers Conference eröffnen. Die WWDC26 wird sich um die zukünftigen Apple-Betriebssysteme drehen, also macOS 27, iOS 27, iPadOS 27, watchOS 27 und so weiter. Der Fokus soll laut The Information (Paywall) auf KI liegen, die lokal auf den Geräten ausgeführt wird.

Mit dem Thema On-Device-KI kann Apple sich als sichere Konkurrenz zu Anbietern platzieren, die für ihre KI-Dienste eine Internetverbindung sowie die Bearbeitung der Anfragen und Daten auf externen Servern benötigen. Da es vor einiger Zeit bereits Gerüchte dazu gab, dass Apple für seine KI-Angebote nebst eigenen Servern auch welche von Google buchen will, kann man aber davon ausgehen, dass nicht alle AI Services komplett lokal laufen werden.

Zubehörhersteller zeigt erste Hülle fürs faltbare iPhone

Im September soll Apple angeblich sein erstes faltbares iPhone vorstellen. Das aktuell von der Gerüchteküche als iPhone Ultra bezeichnete Gerät war in den letzten Wochen und Monaten vielmals Thema. Technische Daten, Displayentwicklungen und vor allem die Maße wurden mutmaßlich geleakt. Aufgrund der sich wiederholenden Maße, CAD-Grafiken und Geräte-Dummys aus verschiedenen Quellen haben Zubehör-Hersteller nun angefangen, Schutzhüllen herzustellen.

Ein erstes Angebot gab es von iFunSmart. Die Shopseite mit Bildern des iPhone Ultra und der Hülle wurde zwar mittlerweile wieder offline genommen, es gibt aber eine Kopie im Web-Archive. Diese zeigt das faltbare iPhone mit Kamerabuckel auf der einen und Display mit Punchhole-Kamera auf der anderen Seite. Zudem zeigt ein Bild das innere Display des iPhone Fold bzw. iPhone Ultra, wie es auf der Shopseite doppelt benannt wird. Auf das iFunSmart-Angebot machte der französische Blog iPhoneSoft aufmerksam.

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