Apple HDD und SSD koppeln: Fusion Drive selber erstellen (Schritt für Schritt Anleitung mit Bildern)

Apple Fusion Drive – HDD und SSD Festplatte kombiniert
Apple HDD und SSD koppeln: Fusion Drive selber erstellen (Schritt für Schritt Anleitung mit Bildern)

Die Vorteile von Apples Fusion Drive, mit dem sich eine HDD und eine SSD kombinieren lassen, um schnellere Lese- und Schreibwerte zu erreichen, findet ihr hier. In dem Artikel wurde zum Schluss auch eine Anleitung angekündigt, vermittels derer ihr ein Fusion Drive selbst erstellen könnt. Diese wird nun nachgeliefert; mit Verspätung, aber immerhin 😉 Ich habe mich durch einige Quellen geschaufelt, um eventuellen Fehlberichten vorzubeugen, und auch ein Video gefunden, dessen Screenshots ich als Bilder verwende. Das Video (in englischer Sprache) werde ich euch am Ende des Beitrags zudem in Gänze einfügen.

Update 19.11.2017: Vorgehen unter macOS High Sierra

Ein Leser hatte mich heute gefragt, wie er das mit dem FusionDrive im Einzelnen machen soll und ob der Mac nach Einbau der beiden Platten diese automatisch erkennt und ein Fusion Drive anlegt. Das tut er leider – oder zum Glück  – nicht, denn man kann selbst entscheiden, was mit einer neuen Festplatte passieren soll.

Für mich was die Mail aber Anlass genug, nochmal zu schauen, ob sich mit High Sierra noch etwas mehr im Bereich Fusion Drive getan hat oder ob nur APFS die Neuerung der Stunde war (jedenfalls in Bezug auf das Festplattendienstprogramm). Die Kurzfassung ist: Für das Erstellen eines Fusion Drive benötigt man scheinbar immernoch die Hilfe des Terminals. Ich habe testweise mal das Dienstprogramm durchgeklickt und zwei Festplatten ausgewählt, die man hätte „fusionieren“ können, aber es gibt schlicht und ergreifend keine Option dafür. Man muss also immernoch, wie unten beschrieben, das Terminal bemühen, um ein Fusion Drive selbst zu erstellen.

Für alle Interessierten, hier die Kurzfassung, wie das Vorgehen ist, wenn man zum Beispiel die internen Festplatten durch größere ersetzen und die zwei neuen dann als Fusiion Drive laufen lassen möchte:

  1. Backup der ganzen Daten als Clone (z.B. mit einer Backupsoftware wie Super Duper oder Carbon Copy Cloner) auf eine externe Festplatte
  2. die neuen Festplatten einbauen
  3. den Mac von der externen Backup-Platte booten
  4. mit der Anleitung oben und dem Terminal die neuen internen Festplatten zum FusionDrive „verbandeln“
  5. mit Super Duper alle Daten von der externen Backup-Platte auf das FusionDrive kopieren
  6. Mac runterfahren und die externe Festplatte abstecken
  7. Mac neu starten; er müsste dann vom neuen FusionDrive booten, wenn alles glatt gelaufen ist

Ich empfehle immer, ein 1:1 Backup mit Super Duper oder Carbon Copy Cloner zu machen, da TimeMachine auch schonmal meinte, mein Backup wäre nicht zu gebrauchen. Hätte ich in diesem Moment kein 1:1 Backup auf einer weiteren Festplatte gehabt, wären meine ganzen Daten futsch gewesen. Also lieber eine externe USB Festplatte (2,5 Zoll) kaufen und ein Backup zuviel machen als eins zuwenig.

Vorbetrachtung: Vorbereitungen für die Schaffung des Fusion Drive

Einige Vorbetrachtungen findet ihr bereits in dem oben verlinkten Artikel. Hier möchte ich nur noch zwei Hinweise geben, die wichtig sind bevor ihr loslegt, um ein Fusion Drive zu erstellen:

  • Bei externen SSD Platten sollte ein möglichst schneller Anschluss gewählt werden (USB 3.0; USB 3.1; Lightning oder auch FireWire – je nach Mac Modell)
  • Macht vorher unbedingt ein Backup auf eine externe Festplatte, (etwa eins mit Time Machine, und einen 100% Clone mit einem Programm wie Super Duper oder Carbon Copy Cloner), da der erste Schritt des Fusionierens der Festplatten das Bereinigen derselben ist

Nach dem Ausführen der folgend aufgeführten Befehle ist es überdies nötig, das Betriebssystem neu zu installieren. Das könnt ihr ganz einfach über die Dienstprogramme (cmd + R) realisieren, in die ihr sowieso müsst, um das Fusion Drive zu erstellen. Im Zweifelsfall solltet ihr aber einen Boot USB Stick zur Hand haben. Wie man den erstellt, das habe ich ebenfalls in Form einer Anleitung beschrieben: klicket hier.

Fusion Drive selber erstellen: Schritt für Schritt Anleitung

Kommen wir nun zu des Pudels Kern und erstellen aus einer sich drehenden Scheibe und einem Flash Drive ein sogenanntes Fusion Drive mit gekoppeltem Speicher und intelligentem Daten- sowie Programm-Management. Dafür wird erst einmal, wie oben hervorgehoben, ein Backup gemacht und der Mac dann neu gestartet.

Schritt 1: Mac starten und beim Booten ‚cmd‘ + ‚R‘ gedrückt halten

Die Überschrift sagt fast schon alles: ihr startet also den Mac neu oder schaltet ihn erst einmal ein. Beim Booten des Betriebssystems haltet ihr dann die Command-Taste und die R-Taste gleichzeitig gedrückt. Je nach System und Alter des Macs kann es dann eine Weile dauern bis das Apple Logo erscheint. Erscheint das Logo von Apple, könnt ihr die Tasten wieder loslassen. Anschließend werden euch einige Dienstprogramme des Systems in einem Fenster aufgezeigt.

Fusion Drive selbst erstellen selber programmieren Terminal Mac Dienstprogramm Anleitung

Bildquelle: YouTube / Version3tech

Schritt 2: Weiteres Vorgehen im Terminal

Mac OS cmd R Dienstprogramme Terminal aufrufen

Bild: Sir-Apfelot.de

Die in dem Fenster angezeigten Dienstprogramme benötigen wir nicht, sondern arbeiten mit dem Terminal weiter. Dieses solltet ihr über die Menüleiste des Menüs „Dienstprogramme“ (oberer Bildschirmrand) öffnen können. Nehmt euch für die folgenden Schritte ein bisschen Zeit, denn nun geht es ans Eingemachte, an Programmierbefehle und damit auch an die jeweils richtige Schreibweise! Bereit? Dann los.

Schritt 3: Fusion Drive selbst erstellen, Anleitung mit Bildern

Im Terminal gebt ihr als erstes diskutil list ein. Damit erreicht ihr, dass eine Übersicht eurer Festplatten erzeugt und angezeigt wird. Je nachdem, ob und wie ihr virtuelle Drives erstellt habt, werden auch entsprechend viele aufgelistet. Am wichtigsten sind für die folgenden Schritte natürlich die beiden realen Platten. Im Zweifelsfall sucht oben in der Liste nach den größten Werten bei „SIZE“, also 128 GB, 500 GB, 1 TB, etc. – je nach Mac Modell.

Mac HDD SSD Fusion Drive selbst erstellen erzeugen Befehle Code

Bildquelle: YouTube / Version3tech

Aus der Übersicht entnehmt ihr die Namen der Platten, welche ihr in der Spalte „IDETIFIER“ findet: logischerweise sind dies meist disk0 und disk1. Falls ihr aber mehrfach Platten ein- und ausbaut, anstöpselt und abkoppelt sowie virtuelle Partitionen erstellt, kann das auch anders sein. Im Standardfall ist es aber wie beschrieben; vor allem die HDD findet ihr einfach, da sie standardmäßig Macintosh HD heißt.

Fusion Drive Festplatten Namen Fusiondrive disk0 disk1

Bildquelle: YouTube / Version3tech

Ihr habt also nun die Namen der beiden Platten – damit geht ihr in die letzte Zeile der Übersicht, wo –bash-3.2# stehen sollte. Dort gebt ihr nun einen weiteren Befehl ein. Dieser lautet diskutil coreStorage create Name /dev/disk0 /dev/disk1 . Der Name, im Beispielcode einfach nur „Name“ genannt, wird von euch individuell vergeben. Im Beispielvideo (s. u.) wird „Macintosh“ vergeben. Nach Eingabe des Befehls wird dieser von euch gestartet – es folgt das Löschen der Platten.

Fusion Drive Code alphanumerisch Zeichenfolge kopieren

Bildquelle: YouTube / Version3tech

Auf dem Bild oben seht ihr die diversen ausgeführten Schritte eures Befehls. In zwei Zeilen bekommt ihr einen alphanumerischen Code ausgegeben (Discovered new Logical Colume Group, und Core Storage LVG UUID: ) Diese Zeichenkombination markiert und kopiert ihr nun in die Zwischenablage. Die brauchen wir gleich noch einmal.

Und zwar im nächsten Befehl, der da lautet: diskutil coreStorage createVolume UUID jhfs+ „Name“ 100% . Zwei Anmerkungen dazu: Anstelle von UUID fügt ihr den alphanumerischen Code ein. Anstelle von Name (ja, der wird in den Anführungszeichen geschrieben) wählt ihr euren Fusion Drive Namen, etwa wieder „Macintosh HD“ oder so. Um das Ganze noch einmal zu veranschaulichen, hier ein Bild dazu:

Mac Festplatten Fusion Drive selbst erstellen Code Befehle Übersicht einfach Schritt für Schritt mit Bildern

Bildquelle: YouTube / Version3tech

Und im Grunde seid ihr nun auch schon durch. Ihr kehrt zurück zum Dienstprogramme-Fenster und installiert das Betriebssystem neu (zweiter Punkt der Liste). Ist das geschafft, könnt ihr nun das fusionierte Speichermedium nutzen, um Programme und Daten abzulegen.

Fusion Drive Übersicht kombimierte Festplatte im Mac

Bildquelle: YouTube / Version3tech

Wert durch 1.000 teilen oder 100% eingeben? Das sagen andere Anleitungen…

Natürlich habe ich nicht nur das besagte Video als Recherchematerial herangezogen, sondern auch weitere Anleitungen. Diese sind teils sehr verformuliert und damit kompliziert. Zudem geben sie nicht selten an, man solle einen Wert der Speicherkapazität mit dieser und jener Formel verrechnen, um ihn dann in den letzten Befehl einzufügen. Das finde ich zu schwierig, wenn man beide Platten zu 100 Prozent als Fusion Drive nutzen möchte. Daher die oben gegebene Alternative mit dem Wert 100%. Man muss es sich ja nicht schwerer machen als es eigentlich ist 😉

Noch einmal alle Schritte der Fusion Drive Erzeugung in Kurzform

  • Mac starten und cmd + R gedrückt halten, bis der Apfel erscheint
  • Das Terminal aus den Dienstprogrammen starten
  • diskutil list
  • Namen der Festplatten heraussuchen
  • diskutil coreStorage create Name /dev/disk0 /dev/disk1
  • diskutil coreStorage createVolume UUID jhfs+ „Name“ 100%
  • OS X bzw. macOS installieren
  • Fertig

How To Fusion Drive: YouTube Tutorial für die Disk-Fusion

Fragen, Antworten und Aussicht

Ich hoffe, diese Anleitung war verständlich und zielführend. Wenn Fragen auftreten oder etwas unklar ist: dann schreibt einen Kommentar. Auch würde ich gern von euch hören, wenn alles klappt und diese Schritt für Schritt Anleitung für die Erstellung des Fusion Drive erfolgreich war! Bei der Recherche ist mir zudem noch eins aufgefallen: es braucht für den Fall der Fälle noch eine Anleitung für die Auflösung der Fusion – die werde ich in den nächsten Tagen noch schreiben 😉

 

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27 Comments

  1. Jens sagt:

    Vielen Dank für die simple Hilfe. Habe jetzt auch ein Selfmade-Fusiondrive

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Jens! Aber gerne! Und nicht vergessen: Backups machen… beim Fusiondrive muss nur eine Platte von beiden kaputt gehen und alle Daten sind hinüber!

  2. Andreas sagt:

    Bevor ich mich an das Wagnis mache, ein FusionDrive einzurichten, hier hoch eine Frage:

    Ich habe ein SSD eingebaut und die MacintoshHD an der Stelle des SuperDrives verbaut. Auf die SSD habe ich über Carbon Copy Cloner alle Daten auf die SSD übertragen. Über TimeMachine habe ich zudem die MacintoshHD auf einer externen HDD gesichert.

    Wenn ich jetzt hergehe und das System neu aufspielen muss, weil ja HDD und SSD gelöscht sind, weiß ich nicht, wie ich macOS Sierra auf meine Platten bekomme.

    Welche Schritte muss ich gehen, um das System wieder aufzuspielen?

    Vielleicht ist die Frage völlig kindisch…

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Andreas!

      Die Frage ist bestimmt nicht kindisch. 🙂
      Ich habe das Prozedere noch nicht selbst probiert, da ich selbst alles auf der internen SSD habe und kein Fusion Drive nutze.
      Aber ich denke, man geht so vor:

      – Mac von der externen Sicherungskopie starten
      – dann Festplattendienstprogramm starten und die beiden Platten zum Fusion Drive verbinden und formatieren
      – dann kopiert man mit Carbon Copy Cloner die Daten vom Backup auf das Fusion Drive und startet von dieser Platte
      – durch das Kopieren hat man ja automatisch wieder Sierra auf dem Fusion Drive installiert

      Alles reine Theorie. 🙂
      Aber sollte klappen!

      Liebe Grüße!

      Jens

  3. Jürgen F. sagt:

    Tolle Anleitung, bin das ganze damals auch mit dem Apple Support telefonisch durchgegangen, nachdem ich unbeabsichtigt etwas gelöscht habe. Jetzt zu meiner Frage: habe jetzt wieder ein Fusion-Drive (angeblich) – kann ich das irgendwie überprüfen? Ich nutze außerdem Windows 10 über Bootcamp. Windows läuft sehr sehr langsam, obwohl alles richtig installiert ist. Macht es Sinn, das Fusiondrive aufzulösen, die SSD extra zu verwenden und Windows 10 darauf zu installieren (geht das überhaupt?)? Danke für eure Antworten. LG

    • Sir Apfelot sagt:

      Hi Jürgen! Sorry, am Feiertag bin ich etwas später. 😀 Aber zu deinen Fragen:

      1. Wenn du das Festplattendienstprogramm öffnest und das Fusiondrive anklickst, müsste dort irgendwo bei den Informationen stehen, dass ein FusionDrive ist.

      2. Langsames Windows 10 über Bootcamp: Ich habe damit keinerlei Erfahrung, da ich nur Windows 7 auf Parallels nutze, aber wenn es langsamer ist, als es „technisch sein dürfte“, könnte es an einer vollen Festplatte liegen. Wenn deine Bootcamp Partition randvoll ist, kommt Windows (wie jedes andere System) ins Schleudern. Wenn es das nicht ist, könnte es noch an wenig RAM liegen. Ich denke 16 GB Ram sollte der Mac schon haben, damit Windows halbwegs flüssig drauf läuft.

      3. Windows auf SSD: Ja, das geht grundsätzlich. Du kopierst alle Daten von dem Fusion Drive auf eine andere (externe) Festplatte. Am besten per Carbon Copy Cloner oder Super Duper. Dann formatierst du die einzelnen Festplatten (SSD und HDD) und installierst auf die SSD dein Bootcamp mit Windows 10. Allerdings läuft dann dein macOS auf der „normalen“ Festplatte, was dieses natürlich ziemlich langsam werden läßt. Die aus meiner Sicht beste Lösung wäre, dass du dir ein externes Festplattengehäuse mit SSD (zB dieses hier von Samsung) holst und darauf Bootcamp mit Windows installierst. Dann ist jedes System auf einer SSD und hat reichlich Platz. Wenn es dann langsam ist, dürfte es am RAM liegen, den man auch aufrüsten kann. Wenn es ein iMac ist, habe ich hier den passenden Artikel für dich.

  4. Thomas sagt:

    Danke für die Anleitung,überlege gerade es zu probieren.
    Im Netz ließt man allerdings überall das man dazu unbedingt Thunderbolt nutzen sollte,bin jetzt etwas verunsichert.
    Und wenn Thunderbolt ,macht es da ein Unterschied ob man ein Thunderbolt Kabel oder ein miniDisplayport Kabel verwendet?
    Preislich sind da ja enorme Unterschiede.
    Vg

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Thomas! USB 3 ist auch nicht viel langsamer im Praxistest bei mir gewesen als Thunderbolt 1. Bei Thunderbolt 3 sieht es schon anders aus, aber ehrlich gesagt macht das keinen grossen Ausschlag mehr. Ein Fusiondrive ist auch mit USB 3 um sovieles schneller als eine normale drehende Platte, dass ich es auf jeden Fall machen würde. Und ja, man muss ein Thunderbolt Kabel nutzen. Mini DP Kabel aehen gleich aus, aber das Innenleben ist anders und sie unterstützen kein Thunderbolt. Deine Festplatte würde also nicht erkannt werden. Wichtige Anmerkung noch von meiner Seite: Da ein Fusion Drive statistisch gesehen durch die zwei Platten auch eine höhere Chance auf Datenverlust durch Totalausfall einer Platte hat, würde und unbedingt regelmässig Backups machen. Ich nutze dafür den Online Backup Dienst Backblaze, der sehr gut auf Mac-User ausgerichtet ist.

  5. Magguz sagt:

    Hallo Thomas,

    ich habe einen iMac 5k aus 2015 und bin mit dem verbauten 1 TB Fusiondrive sehr unglücklich.
    Die Kiste ist deutlich langsamer als mein 2013-er, an den ich eine externe SSD über Thunderbolt angeschlossen hatte.
    Meinst du, man könnte ggfls. hier auch mit der externen Lösung einen Geschwindigkeitsgewinn rausholen?

    Vielen dank für deine Antwort und eine sonnige Woche

    Magguz

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Magguz! Ich denke schon, dass eine reine SSD extern noch schneller sein dürfte. An dem 2015er iMac hast du ja auch Thunderbolt, so dass du hier noch schneller bist, als ich mit meinem ollen Firewire am alten iMac. Wenn du die SSD noch irgendwo hast, probiere doch mal aus. Du kannst mit Carbon Copy Cloner (Link) eine 1:1 Kopie der Platte auf die SSD machen und dann vor der externen booten. Dann hast du einen direkten Vergleich. 😉

  6. Magguz sagt:

    Das werde ich gleich mal testen, vielen Dank für den Tip!

    Weisst du, ob die Kopie auch nach Ablauf der Trial Zeit vom Cloner noch nutzbar ist, oder muss man dann die Vollversion kaufen?

    • Sir Apfelot sagt:

      Die Kopien sind IMMER nutzbar und nicht an eine Lizenz gebunden. Selbst wenn du das Programm deinstallierst, klappen natürlich die Kopien noch. Alles andere wäre ja grob fies und nicht sehr userfreundlich. Eher Mafiamethoden. 😉 Alternativ kannst du auch „Super Duper!“ für den Mac nutzen. Das ist komplett gratis – dauerhaft.

  7. René sagt:

    Toll Anleitung. Ist es denn zwingend nötig, ein Fusion Drive zu erstellen? Ich habe gerade eine SSD im MacBook Pro verbaut und möchte nun das Laufwerk ausbauen und stattdessen eine HD einbauen. Kann ich dem System für seine Daten nicht einfach dann den Pfad zur HD nennen?
    Freu mich auf eine Antwort. Liebe Grüße

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo René! Das Fusion Drive ist natürlich kein Zwang. Es ist die „komfortable“ Lösung, wenn man nur eine kleine SSD hat, auf die nicht alles drauf passt. Du kannst natürlich auch bestimmte Sachen wie die Fotomediathek oder ähnliches auslagern, aber es ist sinnvoll, wenn das Startvolume mit dem macOS auf der SSD liegt.

      Ich habe nicht ganz verstanden, warum du die SSD aus deinem MacBook Pro ausbauen und gegen eine drehende Festplatte tauschen möchtest. Das ist ja genau das, was alle anderen umgekehrt machen: HD raus und SSD ins MacBook. 😀 Welche Vorteile hat die interne HD und die externe SSD für dich?!?
      LG! Jens

  8. René sagt:

    Hey Jens, Dankeschön für deine nette Nachricht. Entschuldige, ich habe mich falsch ausgedrückt. Also ich möchte mein DVD Laufwerk gegen eine HDD tauschen. Gerade ist eine 500 Gig SSD eingebaut. Daten, wie du schon richtig festgestellt hast, wie Fotomediathek möchte ich gerne auf die HDD auslagern. Nun bin ich mir aber nicht sicher, ob ich mir ein Fusion Drive oder eine andere Möglichkeit einrichte, wenn möglich. Was würdest du empfehlen? Bremst die Fusion Drive meine SDD?

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo René! Ah, jetzt habe ich es verstanden. 😀 Zu deiner Frage: Ja, das Fusion Drive ist langsamer als eine reine SSD. Ich würde aus dem Grund bei deiner SSD Größe lieber versuchen eine reine SSD und eine HDD zu belassen und dann das macOS mit Programmen auf der SSD zu installieren und Ordner, die seltener gebraucht werden und viel Platz wegnehmen auf die HDD auslagern. Du könntest mit dem Programm Daisy Disk mal schauen, welche großen Ordner bei dir auf der Platte rumliegen, die du auslagern kannst. Bei mir hat die Fotomediathek und iTunes schon ne Menge ausgemacht. Dann hast du auf jeden Fall die schnellste Lösung.
      Wichtig wäre in jedem Fall: regelmässig ein Backup machen, denn SSDs halten wenige Schreib-Lese-Zugriffe aus als normale Festplatten. Und durch die Art, wie auf der SSD Daten abgelegt werden, ist es viel schwerer, Daten von einer SSD wieder herzustellen. So hatte ich es jedenfalls mal gelesen…

  9. Andi sagt:

    Hallo Jens, ich habe vor einiger Zeit nach der obigen Anleitung ein Fusion Drive angelegt. Nun bekomme ich beim Starten des Rechners erst einmal den durchgestrichenen Kreis („Verbotsschild“) zu sehen, bevor dann nach unterschiedlicher Wartezeit das Apfel-Logo erscheint und der Rechner hochfährt. Zudem bemerke ich zunehmnd häufig elend lange Ladezeiten mit dem Regenbogencursor. Kennst Du so etwas? Mein Rechner: Mac Mini (Ende 2012), macOS Sierra, 16GB RAM. Danke schon mal vorab… Grüße Andi

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Andi! Also das Verbotsschild ist der Hinweis darauf, dass der Mac von dem ausgewählten Startvolume nicht starten kann. Er versucht es erst damit, zeigt dann das Verbotsschild und versucht es dann mit der nächsten verfügbaren Partition mit einem Betriebssystem. Ich nehme an, bei dir ist als Startvolume noch eine Festplatte eingestellt, die es nun nicht mehr gibt. Schau einfach mal unter Systemeinstellungen -> Startvolume und wähle dort dein Fusion-Drive. Dann sollte das schonmal klappen.

      Warum die Ladezeiten lang sind und der bunte Beachball kommt, kann ich schwer sagen. Passiert das vielleicht bei bestimmten Programmen? Du kannst mal Spotlight starten (CMD-Taste und Leertaste) und dann „Aktivitätsanzeige“ eingeben und das Programm starten. Dort siehst du im Reiter CPU, wenn ein Programm zum Beispiel 100% oder mehr CPU-Last erzeugt oder unter „Speicher“, wenn dein Arbeitsspeicher voll ist und er auf die Festplatte Daten auslagern muss. Das legt den Mac auch oft lahm. Vielleicht gibt das neue Erkenntnisse. Auf die bin ich dann gespannt!

  10. Moin Moin,

    vielen Dank für die gute Anleitung, die ich soeben für meinen iMac 5k genutzt habe. Dort habe ich die interne HD ausgetauscht durch eine Samsung EVO850 1TB SSD. Da ich den iMac 5K late 2014 mit 128GB internem Flash-Speicher des original Fusion Drives habe, werkelt bei mir nun ein Fusion Drive mit zwei SSDs.

    BlackMagic Disk Speed gibt für den Apple Flash-Speicher an: 720MB/s lesen, 620MB/s schreiben. Samsung EVO850: 500MB/s lesen, 480MB/s schreiben.

    Mit Fusion Drive aus den beiden SSDs meldet BlackMagic Disk Speed die Werte der Samsung SSD, also 500MB/s lesen, 480MB/s schreiben. Ob und inwiefern ich mit dem Fusion Drive dennoch von dem etwas schnelleren Apple-Speicher profitieren kann, weiß ich nicht, aber alleine eine 1,12TB große Partition zu haben finde ich angenehmer als den Apple-Speicher separat laufen zu lassen.

    Time Machine ist m.E. mit Fusion Drive Pflicht. Und es erleichtert ein Zurücksetzen ungemein. Recovery-Partition booten, mit Laufwerken machen was man will, Wiederherstellen aus TM-Backup, Verbinden mit NAS, 3 Stunden warten, fertig 🙂

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Markus! Danke für deine Erfahrungen mit dem Bau des Fusion-Drives. Eigentlich ist es nicht für zwei SSDs gedacht, aber so kann man natürlich auch zwei SSDs zu einer Platte „verschmelzen“. 😀
      Du hast recht: TimeMachine ist definitiv ein Muss bei einem Fusion-Drive. Ich würde sogar noch soweit gehen, dass ich hin und wieder noch ein 1:1 Backup des FusionDrive auf eine große, externe Festplatte machen würde. Das ist dann auch bootbar… …und ich habe schon hin und wieder von Leuten gehört, bei denen das TimeMachine Backup aus irgendwelchen Gründen seinen Dienst versagt hat. Obwohl es immer sauber beim Erstellen durchlief.
      Ach, zu deinen Geschwindigkeitsmessungen vielleicht noch die Anmerkung: Oft ist es nicht der hohe Datendurchsatz, der sich „schnell“ anfühlt, wenn man mit einem Mac arbeitet, sondern eher die schnelle Zugriffszeit. Wenn der Mac beim Booten zum Beispiel sehr viele kleine Dateien lesen muss, sind die MB pro Sekunde weniger wichtig als die schnelle Zugriffszeit. Aus dem Grund würde ich mir keine Gedanken machen, wenn dein FusionDrive „nur“ ca. 500 MB/s schafft.
      Liebe Grüße!
      Jens

  11. Florian sagt:

    Hallo,

    Sehr schöne Anleitung, danke.

    Hätte da zwei Fragen:

    1. Kann ich auf MacOS High Sierra das Fusiondrive auch mit APFS formatieren?

    2. Wie erkennt der Mac, welcher Speicher der schnellere ist? Einfach nur an der Reihenfolge wenn ich /dev/disk0 (schnelle ssd) in dem Befehl vor dem /dev/disk1 eingebe? Oder erkennt er das automatisch?

    LG Florian

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo!
      Zu deinen Fragen:
      1. Ja, seit dem letzten Update geht auch APFS mit Fusion-Drives.
      2. Der Mac „lernt“ mit der Zeit, welche Dateien oft verwendet werden und packt diese dann auf den SSD-Teil des Fusion-Drive. Darum braucht es auch ein paar Tage, bis ein Fusion-Drive sich „sortiert“ hat. Das geht aber automatisch. Du musst nichts dazu tun. Falls du dich fragst, ob der Mac erkennt, ob er mit einer HDD oder einer SSD arbeitet: Ja, wenn du im Festplattendienstprogramm eine HDD und eine SSD anschaust, kann dir der Mac auch sagen, welches eine SSD und welches eine HDD ist. Die Reihenfolge bei der Erstellung des Fusion Drive ist dafür uinerheblich.
      VG! Jens

      • Florian sagt:

        Vielen Dank für die Antwort.

        Ah ok – Es sollen in dem Fall die winzige 30GB Apple SSD mit der Samsung SATA SSD kombiniert werden.

        Vom Befehl her gebe ich dann das hier ein?
        diskutil coreStorage createVolume UUID apfs „Name“ 100% ?

        • Sir Apfelot sagt:

          Hallo Florian!
          Ja, so müsste die „logische“ Erweiterung des Befehls lauten, wenn man ein APFS Fusion Drive anlegen möchte. Ich habe es aber praktisch nicht selbst ausprobiert, da ich im MacBook Pro eine 1 TB SSD habe und kein Fusion Drive. Also sicher kann ich nicht sagen, ob das klappt. Aber vielleicht kannst du es mal testen und bescheid sagen, ob die Syntax so korrekt ist, wie du sie vorgeschlagen hast.

          • Florian sagt:

            Hallo,

            Ich habe bis vor einigen Tagen weiterhin das FusionDrive bestehend aus der NVMe SSD von Apple (30GB) und einer SATA SSD in Betrieb gehabt.
            Das ganze mit HFS+.

            Ergebnis: Das System lief soweit stabil (macOS 10.13) und schneller als alleine auf der SATA SSD. Das ganze spürt man allerdings nur beim Bootvorgang, der etwas kürzer ist. Ansonsten fällt es nur in Benchmarks auf, welche 859MB/s beim Schreiben und 1360MB/s beim lesen erreichen.

            Der Hauptvorteil ist, dass man die 30GB SSD ebenfalls sinnvoll nutzen kann, denn eine Bootpartition auf einem JBOD ist nach wie vor nicht möglich. Auch weigert sich der Bootcamp Assistent bei zwei eingebauten SSDs beharrlich, die Installation durchzuführen, so dass einem entweder die NVMe SSD für Windows bleibt (etwas arg klein) oder eine Menge Stress mit der EFI-Partition auf der SATA SSD.

            Windows 10 über Bootcamp wurde auf dem FusionDrive auf den langsameren SSD Teil (SATA SSD) installiert und erreicht die zu erwartenden Werte von um die 500MB/s.

            MacOS scheint also korrekt zu erkennen, welches die schnellere SSD ist und nutzt auch die 4GB Cache erfolgreich.

            Fehler in der Testzeit: Das System musste nach einer Weile einmal neu aufgesetzt werden, da sich keine Dateien mehr löschen ließen. Ich vermute in der Hinsicht eher ein Problem im Bezug auf TRIM. Dies wurde erzwungen durch trimforce. Ohne lief das ganze dann später ohne Probleme.

            APFS: Ab MacOS 10.14 (Mojave Beta) stellt der Mac bei einer Neuinstallation das nach der obigen Anleitung mit HFS+ formatierte FusionDrive automatisch auf APFS um. Bisher funktioniert alles mit annähernd gleicher Geschwindigkeit ohne Probleme.
            Wer sein FD jedoch nicht auf APFS umstellen möchte, dem bleibt bei der Installation nur die Installation über das Terminal mit entsprechenden Parametern.

            TRIM habe ich wieder erzwungen und werde das ganze weiter beobachten. Bootcamp partioniert das FD mit APFS auf anhieb korrekt.

          • Sir Apfelot sagt:

            Hallo Florian! Dank dir für deine interessanten Einblicke. Ich habe nur einmal ein Windows auf Bootcamp laufen gehabt. Da man aber dann immer wieder neu booten muss, um Windows oder macOS zu nutzen, war mir das dann zu mühsam geworden. Seitdem habe ich Windows in meinem Parallels Desktop laufen. Aber wie Bootcamp mit einem Fusion Drive läuft – oder eben auch nicht – war mir noch nicht klar! Ich wünsche dir, dass die jetzige Lösung mit APFS bei dir langfristig rund läuft!

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