Sir Apfelot Wochenschau, KW 33 2019

Ach was, schon wieder Freitag? Na dann bekommt ihr mit diesem Blogeintrag die nächste Sir Apfelot Wochenschau vorgesetzt. Dieses Mal geht es um jene Apple- und Tech-News, die mir in der Kalenderwoche 33 des Jahres 2019 besonders aufgefallen sind. Mit dabei sind in dieser Woche unter anderem: Telegram-Update, US-Marine, Urlaubsfotos als Geiseln, Day Zero und Wasser, Deliveroo in Deutschland, erneuter tumblr-Verkauf, MacBook-Modelle im Flugzeug und mehr. Und hier noch kurz Affiliate-Hinweise zur Finanzierung des Blogs: Gaming-Sale bei Cyberport / DJI Osmo Mobile 3 Gimbal.

In der Sir Apfelot Wochenschau zur KW 33 in 2019 mit dabei: Facebook, tumblr, Deliveroo, DSLR Ransomware, MacBook Pro (nicht) auf Reisen, Day Zero, Safari Tracking-Schutz, Handschrifterkennung und mehr.

In der Sir Apfelot Wochenschau zur KW 33 in 2019 mit dabei: Facebook, tumblr, Deliveroo, DSLR Ransomware, MacBook Pro (nicht) auf Reisen, Day Zero, Safari Tracking-Schutz, Handschrifterkennung und mehr.

Neue Telegram Features: Slow Mode, Dark Mode und mehr

Der Messenger Telegram hat unter iOS ein Funktionen-Update erhalten. So könnt ihr den Nachrichtendienst am Apple iPhone nun beispielsweise in den Dark Mode versetzen, also die Benutzeroberfläche dunkel darstellen lassen. Auch können Nachrichten nun so verschickt werden, dass bei der Empfängerin / beim Empfänger kein Hinweiston ertönt, was zur Schlafenszeit praktisch ist. Der „Slow Mode“ begrenzt die Frequenz, in der Gruppenmitglieder in Gruppen-Chats Nachrichten schicken können, was Spam abhält. Hinzu kommen die individuelle Farbanpassung des Dunkelmodus’, Titel für Gruppen-Admins, Einstellungen für Loop-Sticker und mehr. Details haben 9to5Mac (Englisch) und Mobile Geeks (Deutsch) gelistet.

US-Marine geht zurück vom Touchscreen zu Knöpfen und Hebeln

Touchscreens sind bei vielen Geräten super, um sich ändernde Benutzeroberflächen, unterschiedliche Inhalte und verschiedene Plattformen ohne zu viel verschiedene Knöpfe und Tasten bedienbar zu machen. Gleichzeitig dienen sie als Eingabe- und Ausgabegeräte. Doch was im privaten Alltag praktisch und platzsparend ist, das kann in manchen Arbeitsumgebungen gefährlich werden. „So führt man […] unter anderem einen der schlimmsten Schiffsunfälle der US Navy darauf zurück, dass auf den Brücken zahlreicher Zerstörer Touchscreens die üblichen Schalter und Regler ersetzt haben“, schreibt etwa WinFuture an dieser Stelle. In dem Beitrag findet ihr Details zum Entschluss der US-Marine, auf den Brücken der Schiffe wieder die konventionellen Kontroll- und Bedienelemente zu nutzen. Zudem gibt es Vergleichsbilder der Technologien.

Urlaubsfotos als Geiseln – Ransomware auf DSLR-Kameras

Ebenfalls bei WinFuture (hier) bin ich auf neue Ausmaße von Ransomware aufmerksam geworden. Die Schadsoftware, die den Gerätespeicher verschlüsselt, um Geld zu erpressen, gibt es nun auch für DSLR-Kameras. Wer also eine digitale Spiegelreflexkamera nutzt, könnte sich theoretisch Erpresser-Software drauf holen. Theoretisch! Denn wie direkt am Anfang des verlinkten Beitrags aufgezeigt, handelt es sich bei aktuellen Berichten nur um „Proof of Concept“-Versuche, die zeigen, dass die Möglichkeit einer Infizierung besteht. Echte Fälle sind nicht bekannt. Wichtig für Nutzer von Canon und Co.: immer die Firmware aktualisieren! Informationen und Vorsorge-Tipps zu Ransomware am Computer findet ihr hier.

Das Wasser wird knapp – 17 Länder vom “Day Zero” bedroht

Der „Day Zero“ beschreibt den Zeitpunkt, an dem eine Stadt nicht mehr in der Lage ist, die Einwohner/innen mit Wasser zu versorgen. Entsprechend würde an diesem Zeitpunkt die Abschaltung der kommunalen Wasserversorgung stattfinden. Das beschreibt u. a. der Wikipedia-Artikel zur Wasserkrise in Kapstadt. Wie zudem das Fachmagazin Scinexx aufzeigt, stehen aktuell Städte in weltweit 17 Ländern vor dem „Day Zero“. Der tägliche Verbrauch würde für rund ein Viertel der Weltbevölkerung schon einen Verbrauch von 80 % des lokalen Grundwassers bedeuten, heißt es. Kommen noch Dürren und Hitzewellen hinzu, drohe ein massiver Wassermangel. Der Wasserrisiko-Atlas des World Resources Institute (WRI) zeigt auf den Folgeplätzen nach den 17 am meisten betroffenen Ländern auch europäische Staaten auf.

Das letzte Mal geliefert – Deliveroo nicht mehr in Deutschland tätig

Deliveroo hat sich vom deutschen Markt verabschiedet, berichtet unter anderem die Tagesschau. Als Grund der Aufgabe des hiesigen Liefergeschäfts für Mahlzeiten wird die Fusion der Konkurrenten Lieferando und Lieferheld genannt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in London sei nach der Aufgabe in Deutschland aber weiterhin in 13 anderen Ländern aktiv. Einige der betroffenen Fahrer/innen, die aufgrund des Rückzugs von Deliveroo jetzt arbeitslos dastehen, wollen sich nun in Berlin zusammentun, um einen eigenen, von den Fahrer/innen selbst geführten Lieferdienst aufzuziehen. Das berichtet u. a. die TAZ hier. Informationen zu den Fahrradkurieren als Teil der „Gig Economy“ bekommt ihr mit diesem Beitrag.

tumblr geht günstig an den WordPress-Konzern über

Die Plattform tumblr, die ein Blogging-Angebot im Social-Media-Look anbietet, wurde 2013 für 1,1 Milliarden US-Dollar an Yahoo verkauft. Damals wurden große Potentiale im Hinblick auf Vergrößerung der Nutzerbasis und Werbeeinnahmen gesehen. Auch Verizon hatte Hoffnungen und übernahm die Tumblr Inc., die Betreiberfirma von tumblr, im Jahr 2017 für 4,5 Milliarden US-Dollar. Doch schon seit Frühjahr 2019 wurde ein neuer Käufer gesucht – im Mai hatte u. a. Pornhub sein Interesse bekundet. Wohl ein Werbegag, der für Nutzer/innen sorgen sollte, weil auf tumblr seit 2018 pornografische Inhalte verboten sind. Mit Automattic, dem Mutterkonzern von WordPress, hat sich nun aber ein Käufer gefunden. Der Kaufpreis soll bei unter 20 Millionen US-Doller liegen, also bei rund 0,3 % des einstig höchsten Preises der Plattform. Das berichtet t3n hier.

Natürlich: Auch bei Facebook wurden gesprochene Inhalte mitgehört

Letzte Woche ging es in der Sir Apfelot Wochenschau zur KW 32 ja schon einmal um die Auswertung von Sprachassistenz-Anfragen durch Menschen. Unter anderem wurde bekannt, dass Alexa-Anfragen in Home-Offices ausgewertet wurden. Wenig überraschend ist, dass nun auch Facebook – immer für einen Datenskandal gut – in den Reigen der Anbieter einfällt, deren nutzerseitige Sprachanfragen bzw. Sprachnachrichten von Menschen mitgehört und abgetippt wurden. Unter anderem die Süddeutsche Zeitung zeigte dies auf. Auch Appgefahren schrieb dazu und titelte: „Der Nächste, bitte“.

Bestimmte MacBook-Modelle auf Flügen untersagt

Wie Spiegel Online (hier) und die Süddeutsche Zeitung (hier) berichten, will unter anderem TUIfly ein bestimmtes MacBook-Modell nicht mehr auf seinen Flügen sehen. Es geht dabei speziell um Pro-Modelle mit 15-Zoll-Display, die zwischen 2015 und 2017 verkauft wurden. Bei diesen MacBooks soll es die Möglichkeit geben, dass der Akku Feuer fängt. Das deckt sich mit einem aktuellen Apple-Rückrufprogramm, das MacBook Pro (Retina, 15″, Mitte 2015) betreffend (Offizielle Informationsseite). Da Verbotsmeldungen von der AESA und von der FAA kommen, wollen auch weitere Airlines das MacBook Pro nicht sehen. Kontrollieren kann man das Jahr und Modell des MacBook Pro jedoch schwerlich, weshalb die Airlines weitestgehend auf die Ehrlichkeit ihrer Kund/innen vertrauen müssen.

Austausch, Reparatur, Rückruf: So findet ihr alle aktuellen Apple-Programme

Apple zeigt auf, was Safaris Tracking-Schutz ausmacht

Das Fachmagazin iFun weist indes darauf hin, dass Apple zur WebKit Tracking Prevention Policy des Safari-Browsers ein interessantes Informationsdokument veröffentlicht hat. Darin wird nicht nur definiert, was Apple alles als Online-Tracking bezeichnet. Auch wird aufgezeigt, wie Apple – teilweise rigoros – gegen entsprechende Maßnahmen vorgehen will. Hinzu kommen Ausführungen zu „unbeabsichtigten Auswirkungen“ für Nutzer/innen; z. B. dass die Medienlautstärke nicht übernommen wird, dass Login-Daten nicht behalten werden oder dass „Gefällt mir“-Buttons ihre Funktion verlieren. Bei Maßnahmen einer Webseite, die gegen das Anti-Tracking von Apple vorgehen, behält sich der Technik-Riese aus Cupertino vor, Einschränkungen vorzunehmen.

iPadOS: Keine Schimpfwörter bei der EN-Handschrifterkennung

Wer bei seinem iPad sowohl Englisch als bevorzugte Sprache als auch die Handschrift-Erkennung  aktiviert hat, wird möglicherweise einige Einschränkungen hinnehmen müssen. Auch das beschreibt iFun. Denn Schimpfwörter, Flüche und Beleidigungen könnten bei der Umwandlung in die System-Schriftart ausgeblendet und gegen Unterstriche ersetzt werden. Mit Berufung auf einen reddit-Nutzer sollen wohl „Fuck“, „Shit“ und Co. gefiltert werden. Interessant dabei ist, dass dies nur bei der Übertragung der Schrift (etwa in den Notizen) der Fall ist; bei Suchanfragen würden die Wörter weiter beachtet. Wichtig für Nutzer von Deutsch als Systemsprache: hier scheint der Schimpfschutz nicht zu greifen.

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