Was bedeutet die Abkürzung mAh?

Geht es hier im Blog und andernorts um Batterien, eine Powerbank, den Akku eines Apple iPhone oder MacBook, um DJI Drohnen, Kameras oder andere mobile Geräte und deren Stromversorgung, dann kommt oft die Abkürzung mAh zum Einsatz. Doch was bedeutet sie und was sagt sie aus? Welche Schlüsse kann man aus den mAh-Angaben ziehen und welche Werte sollte man ebenfalls im Hinterkopf haben? Die Antworten auf diese und weitere Fragen gibt’s im Folgenden.

Was bedeutet eigentlich die Abkürzung mAh? Das fragt ihr euch sicher, wenn ihr zu iPhone, iPad, Powerbank, Kamera, Drohne und Co. recherchiert. Hier gibt's die Antwort auf eure Frage!

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Die Standardgröße: Amperestunde

Auf die mAh, also die Milliamperestunde, gehe ich im nächsten Absatz ein. Vorab nur kurz soviel: Die Ausgangsgröße für die Einheit ist die Amperestunde, welche das Tausendfache einer Milliamperestunde darstellt. Sie gibt die Ladungsmenge an, welche in einer Stunde (h) durch einen elektrischen Leiter fließt, solange der elektrische Strom bei 1A liegt.

Das bedeutet die Abkürzung mAh: Milliamperestunde

Belest ihr euch zu einem Smartphone-Akku, den technischen Daten eines Laptops oder wollt ihr leistungsstarke AA-Akkus kaufen, dann kommt ihr sicher an der Maßeinheit mAh vorbei. Diese bezeichnet die physikalische Größe Milliamperestunde; also das Tausendstel der Amperestunde (Ah). Häufig wird die Angabe (hier im Blog zugegeben auch) als „Kapazität“ des Stromspeichers bezeichnet, was nicht ganz richtig ist, aber sich in der Umgangssprache eingebürgert hat.

Die Amperestunde Ah oder Milliamperestunde mAh gibt meist nur eine Nennladung an respektive eine „Ladungsträgerkapazität“, welche sich aber von der Leistungskapazität (in Watt anzugeben) unterscheidet. Praktisch anwendbar ist der Ampere-Wert allerdings, um eine Laufzeit des Akkus oder der Batterie bei konstantem Entladestrom anzugeben. Die Gleichung für die Ermittlung der Akkulaufzeit lautet demnach: t=Q/I – dabei steht t für die Zeit (h); Q für Ladung (Ah); I für Entladestrom (A).

Beispiel: Powerbank mit 20.000 mAh

Nehmen wir als Beispiel mal die AUKEY PB-N15 Powerbank mit 20.000 mAh oder umgerechnet 20 Ah. Deren Entladung kann mit max. 2,1 Ampere realisiert werden, womit wir die oben genannten Gleichung für die Laufzeit derart anwenden können: t=20Ah/2,1A. Das heißt, dass die Laufzeit der Powerbank bei maximalem Entladestrom 9,52 Stunden beträgt. Dabei solltet ihr aber bedenken, dass viele, vor allem ältere Geräte teils nur mit einem, anderthalb oder zwei Ampere entladen.

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Genauere Betrachtung mit Energiespeichervermögen Wh bzw. kWh

Wie oben schon erwähnt, so geben Amperestunde und Milliamperestunde lediglich eine Nennladung oder „Ladungsträgerkapazität“ an. Mit der elektrischen Kapazität, welche in Farad angegeben wird, oder mit der Leistungskapazität in Watt hat das wenig zu tun. Aussagekräftiger für das Energiespeichervermögen und damit mit dem tatsächlichen Bumms in der Batterie sind die Werte Wh (Wattstunde) bzw. kWh (Kilowattstunde). Jedoch kann man mit den Angaben in mAh eben jene Größen berechnen, wenn man die Ausgangsspannung in Volt kennt.

Bei oben erwähnter Powerbank liegt die Ausgangsspannung beispielsweise bei 5V. Rechnet man diese 5V mit den 20Ah des mobilen Stromlieferanten gegen, dann erhält man per Gleichung W=Q*U einen Wert von 100Wh. Das ist übrigens auch der Grenzwert für Powerbanks und ähnliche Batterien / Akkus, die man mit ins Flugzeug-Handgepäck packen darf.

Fazit zu mAh

Die Abkürzung mAh steht für Milliamperestunde und gibt die Nennladung von Akku, Batterie und Co. an. Das bedeutet aber, dass die tatsächliche Kapazität damit nicht angegeben wird, sondern nur einen Richtwert zur Laufzeit eines Akkus mit vollem Speicher. Die tatsächliche Akku-Kapazität von Smartphone, Tablet, Kamera, Powerbank und so weiter berechnet sich dann erst durch die Multiplikation mit der Ausgangsspannung. Rechnet ihr die Daten gleichermaßen von der Powerbank und vom Smartphone um, dann könnt ihr genauer angeben, wie oft ihr das smarte Handy mit dem mobilen Stromspeicher laden könnt.

Quelle

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1 Kommentar

  1. Robert sagt:

    Da es in diesem Zusammenhang häufiger gefragt wird:
    Wenn ein Netzteil oder eine Powerbank nicht genau den Strom (Ampere) liefern kann, den ein Verbraucher (z.B. Smartphone, Bluetooth-Speaker etc.) benötigt, ist das kein Problem. Wird weniger Strom geliefert (z.B. 300 mA), funktioniert oder lädt der Verbraucher (z.B. 500mA) einfach schlecht oder garnicht. Kann viel mehr Strom geliefert werden (z.B. 2,1 A bzw, 2100 mA), fließt trotzdem nur die vom Verbraucher benötigte Menge. D.h. man kann, sofern der Stecker passt, jedes USB-Ladegerät an jedem USB-Verbraucher verwenden.

    Für die Spannung, gemessen in Volt (V) gilt das nicht! Liefert ein Netzteil 19 Volt (z.B. Laptop) und der Verbraucher benötigt am Eingang 5 Volt, ist der Verbraucher meist hinüber, auch wenn der Stecker passt. Bei zu wenig anliegender Spannung funktioniert der Verbraucher ebenso schlecht oder garnicht, macht aber nichts kaputt.

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