Die Mini-Drohne “DJI Spark” im Test und im Vergleich zur Mavic Pro

Die DJI Spark ist das kleinste Modell, das DJI derzeit auf dem Markt hat. Mein Exemplar kam gerade vor gut drei Wochen an und war seitdem schon oft im Einsatz. Ich habe dadurch einige Erfahrung sammeln können und möchte diese in Form von einem Testbericht an euch weiter geben.

In meinem „Drohnen-Arsenal“ ist derzeit neben der DJI Spark für ca. 600 Euro auch eine DJI Mavic Pro, die ca. 1.200 Euro kostet, eine Phantom 4 und ein Oktokopter von Asctec, der ohne Zubehör vor einigen Jahren schon über 10.000 Euro gekostet hat. Ich kann also auf ein bisschen Erfahrung mit einigen Modellen und ein paar Jahre Praxiseinsatz zurückgreifen, wenn ich hier versuche, die Leistung der DJI Spark im Vergleich mit der Mavic Pro einzuordnen. Den Vergleich mit dem AscTec Falcon 8 lassen wir aber mal weg, denn da ist der Preisunterschied zu groß und die Anwendungsfälle sind doch zu unterschiedlich. Aber laßt uns doch einfach mal anfangen. 😉

Meine aktuelle Drohnen-Flotte: DJI Spark, DJI Mavic Pro und AscTec Falcon 8 – die Phantom 4 ist gerade verliehen (Fotos: Sir Apfelot).

Meine aktuelle Drohnen-Flotte: DJI Spark, DJI Mavic Pro und AscTec Falcon 8 – die Phantom 4 ist gerade verliehen (Fotos: Sir Apfelot).

Optik und Verarbeitung

Ich finde die Spark vom Aussehen her sehr gut gelungen. Die verschiedenen Farben, die man auswählen kann, machen die Sache ein bisschen interessanter. Mein Modell ist himmelblau, aber es gibt auch noch weiß, rot, grün und gelb. Um euch ein Bild der DJI Drohne machen zu können, habe ich hier mal ein paar Aufnahmen zusammengestellt, die alle mit meinem iPhone 7 Plus gemacht wurden.

Die Verarbeitung finde ich ebenfalls sehr gut. Zwar besteht die Spark größtenteils aus Kunststoff, aber sie fühlt sich sehr wertig an. Das Material scheint auch relativ robust zu sein, so dass gelegentliches Anstossen höchstens ein paar Kratzer hervorruft, aber keine größeren Schäden verursacht. Meine Spark habe ich seit einigen Wochen relativ häufige in Gebrauch, in denen das Gerät nicht sehr zimperlich behandelt wurde – unschön wurde es dadurch aus meiner Sicht nicht und Risse oder Abspitterungen sind nicht zu finden.

Technische Daten in Kürze

Ich möchte nicht auf alle Details der “Specs” eingehen, denn diese haben wir schon in dem ersten Beitrag über die DJI Spark hier zusammen gefasst. Für diejenigen, die diesen Artikel nicht gelesen haben oder jetzt nicht extra lesen möchten, kann ich nochmal das Wichtigste zusammenfassen:

Gewicht

Die Spark wiegt knapp 300 Gramm und ist damit ein Fliegengewicht im Vergleich zu den anderen Modellen von DJI. Die DJI Mavic Pro wiegt mit etwa 750 Gramm mehr als das Doppelte der Spark und wirkt trotz der Klappmechanik an den Armen irgendwie deutlich massiger als es der Gewichtsunterschied erwarten ließe.

Flugzeit / Akku-Kapazität

Die Akkus der DJI Spark haben 1.480 mAh und erlauben eine Flugzeit von 16 Minuten, wobei sich das in der Praxis auf ca. 12-13 Minuten einpendelt, da man ab einer Restlaufzeit vom etwa 3 bis 4 Minuten schon an den Heimflug denken muss. Ab zirka drei Minuten Restlaufzeit will der Spark „Return to Home“ einleiten. Wenn man dies abbricht und weiterfliegt, muss man sich darauf einstellen, dass er ab einer Minute Restzeit einfach an Ort und Stelle landet – ohne dass man noch eingreifen kann. Das kann sehr unangenehm sein, wenn man gerade über Wasser oder über Wald fliegt.

Screenshot aus dem unten verlinkten Video: Return to Home ist ein toller Notfall-Modus – aber nicht, wenn der Home-Punkt irgendwie über Wasserflächen gesetzt wird. ;)

Screenshot aus dem unten verlinkten Video: Return to Home ist ein toller Notfall-Modus – aber nicht, wenn der Home-Punkt irgendwie über Wasserflächen gesetzt wird und der Akku knapp wird. 😉

Bei YouTube findet man zu diesem Thema tolle Videos (Quelle), die zeigen, wie Leute in voller Kleidung ins Wasser laufen, um ihre Drohne zu retten. Dieses “Return-to-Home”-Notfallprogramm macht nämlich nicht nur die DJI Spark sondern auch die Phantom oder Mavic. Aus dem Grund fliege ich immer so, dass ich ab 4 Minuten Restzeit auf dem Heimweg bin.

Kamerasensor und/ Auflösung bei Video und Foto

Der Sensor der Kamera ist angeblich der gleiche, der von DJI schon in der Mavic Pro verbaut wurde. Allerdings ist die Optik davor deutlich kleiner, was auch Auswirkungen auf die Bildqualität hat. Aber dazu später mehr. Von der Auflösung her bietet die Spark für Videos „nur“ 1080p bei 30 Frames pro Sekunde und 12 Megapixel (3.968 x 2.976 Pixel) bei Fotos.

Im Vergleich der Kameras fällt schon auf, dass die Kamera der Spark deutlich kleiner ist als die der Mavic Pro.

Im Vergleich der Kameras fällt auf, dass die Kamera der Spark deutlich kleiner ist als die der Mavic Pro. Dennoch ist im Hintergrund ein ähnlich großer (wenn nicht der gleiche) Sensor tätig, um die Filme und Fotos zu erfassen.

Warum nur 1080p und nicht 4K?

Die naheliegende Frage zu der geringen Videoauflösung ist „Warum zeichnet die Kamera nicht mit 4K auf, wenn es der gleiche Sensor ist, der bei der Mavic Pro 4K schafft?“. Ganz einfach: weil das Gimbal der Spark nur eine 2-Achs-Stabilisierung hat und die dadurch zwangsläufig auftretenden Wackler digital stabilisiert werden müssen. Dazu wird ein kleinerer Teil des kompletten Videos ausgeschnitten, so dass man in alle Richtungen noch Videomaterial für den Stabilisierungsprozess hat. Dies läuft alles intern ab und auf der SD-Karte landet nur das fertig stabilisierte Material – in 1080p, da es zurecht geschnitten werden musste. Aus dem Grund liefert die Spark im Endeffekt nur 1080p aus, während sie intern aber mehr Bildpunkte aufzeichnet und verarbeitet.

2-Achsen-Stabilisierung

Wie eben bereits erwähnt: Ein weiterer wichtiger Unterschied zur Mavic ist das Kameragimbal, das bei der Mavic mit 3 Achsen ausgestattet ist und auf diese Weise butterweiche Videos aufnimmt, auch wenn die Drohne nach link und rechts wackelt. Bei der DJI Spark wurde auf die Stabilisierung der Yaw-Achse (Y-Achse) verzichtet, was bei Fotos überhaupt kein Problem darstellt, aber bei Drehungen dazu führt, dass sie manchmal etwas ruckelig sind.

In der Praxis bemerkt man den Unterschied besonders, wenn man zum Beispiel den Quickshot „Helix“ auswählt, bei dem sich die Drohne vom Piloten weg in einer immer größer werdenden Kreisbewegung bewegt, aber ihn dabei weiterhin im Fokus behält. Für dieses Manöver ist ein stetiges (automatisches) Drehen der Drohne die Grundlage, damit der Pilot im Fokus bleibt. Leider sieht man deutlich, dass die Spark hier ständig nach korrigiert, so dass die Aufnahme aus meiner Sicht nicht sehr „smooth“ rüber kommt.

Im Vergleich: Die Gimbals der DJI Spark und der Mavic Pro – die Bauweise des 3-Achs-Gimbals ist deutlich komplexer und damit auch weniger robust als die Kamerahalterung der Spark.

Im Vergleich: Die Gimbals der DJI Spark und der Mavic Pro – die Bauweise des 3-Achs-Gimbals ist deutlich komplexer und damit auch weniger robust als die Kamerahalterung der Spark.

Bei der Mavic Pro gibt es diesen Quickshot (noch) nicht, aber die Aufnahmen mit manuellen Drehbewegungen funktionieren an der DJI Magic Pro sehr flüssig, wenn man etwas Übung hat. Bei der Spark ist selbst mit Übung oft nicht viel zu retten, da schon mittel-kleine Windböen zu seitlichen Wacklern führen können.

Auspacken und Einrichten

Das Auspacken ist bei DJI ein bisschen wie bei Apple. Die Verpackungen sind auf „hohem Niveau“ und entsprechend leicht bekommt man alle Sachen raus. Beim Einrichten selbst habe ich mich allerdings – basierend auf eigener Dummheit – etwas schwer getan.

Die DJI Spark Fly More Combo – auf jeden Fall die richtige Wahl, um das wichtigste Zubehör direkt preiswert dabei zu haben.

Die DJI Spark Fly More Combo – auf jeden Fall die richtige Wahl, um das wichtigste Zubehör direkt preiswert mit zu bekommen.

Ich habe mir direkt die DJI Spark Fly More Combo bestellt, weil ich zum einen den Controller unbedingt dabei haben wollte und zum anderen auch einen Zusatzakku und die Ladestation nicht missen wollte. Die Tasche war mir weniger wichtig, da der Platz darin meistens nicht für die ganzen Sachen ausreicht, die ich mitnehmen möchte. Trotzdem lohnt sich der Kauf der Fly More Combo auch für die anderen Zubehörteile.

Nach dem Auspacken ist erstmal das Laden der Akkus und des Controllers die erste Pflicht-Veranstaltung. Mit der Fly More Combo Ladestation sind ca. 40 Minuten Ladezeit (bis zu drei Akkus laden parallel) als Zeitrahmen noch erträglich, wenn man vorher wochenlang auf die Lieferung gewartet hat.

Wifi-Passwort zum Verbinden von iPhone und DJI Spark ist immer falsch? Das könnte an dem "RC" im WLAN-Namen liegen. ;)

Wifi-Passwort zum Verbinden von iPhone und DJI Spark ist immer falsch? Das könnte an dem “RC” im WLAN-Namen liegen. 😉

Während des Ladens, so dachte ich, könnte ich ja auch direkt die obligatorischen Firmware-Updates machen. Um das zu erledigen, muss man aber erstmal die Spark mit dem iPhone koppeln, damit darüber die Firmware eingespielt werden kann. Eigentlich ein relativ einfacher und selbst ablaufender Prozess, wenn die Verbindung einmal steht. Aber in dem Fall wusste ich garnicht, wie ich nun die Spark mit dem iPhone koppeln kann, denn es gibt kein mitgeliefertes Kabel, das die Verbindung zwischen Controller und iPhone herstellen würde.

Stattdessen muss man per Wifi eine Verbindung aufbauen. Und hier kamen mir die ersten grauen Haare: im WLAN Menü konnte ich zwar ein DJI Gerät sehen, aber wo steht das Passwort zu dem Gerät?! Also Google angeworfen und nachgelesen (keine Ahnung warum ich keine Anleitungen lese!). Dort stand, dass man das Passwort auf der Kunststoff-Packung findet, in der die DJI Spark transportiert wird – oder alternativ im Akkufach der Spark selbst.

Falsches Wifi-Passwort: RC ist der Controller und nicht die Spark!

Leider habe ich immer die Meldung bekommen, dass das Passwort falsch sei, was mich ernsthaft ins Grübeln gebracht hat. Nach einiger Zeit kam dann aber die Erleuchtung: Ich habe im WLAN nur den Remote Controller gesehen, während ich das Passwort für das WLAN der Spark eingegeben habe. Das Passwort für den Remote Controller findet man auf der Rückseite des Controllers. *stirnklatsch*

Fly More Combo ist bereits gekoppelt!

Der Grund für dieses Missverständnis mit den verschiedenen Wifis und Passworten (das auch anderen so passiert ist!) liegt darin begründet, dass die Fly More Combos von Werk aus direkt so ausgeliefert werden, dass der Remote Controller mit der Spark gekoppelt wird. Ist dies passiert, wird dem Benutzer nicht mehr das WLAN der Spark angezeigt, sondern nur noch das des Controllers.

Um das WLAN der Spark zu „sehen“, muss man erst einmal die Kopplung zwischen Spark und Controller aufheben (DJI Spark einschalten, wenn eingeschaltet Power-Button ca. 6 Sekunden drücken bis es 2x piepst (zunächst piepst es einmal)).

Gesagt, getan. Nachdem ich also beides entkoppelt hatte, konnte ich auch mit den richtigen (!) Zugangsdaten per WLAN eine Verbindung zur Spark und zum Controller aufbauen und über die DJI Go 4 App die entsprechenden Updates einspielen.

Der erste Flug – ohne Abheben

Nachdem dann die Akkus voll waren, die Spark gekoppelt war und das Wetter auch gepasst hat, bin ich in den Garten auf eine freie Fläche gegangen und habe erstmal die Gestensteuerung ohne iPhone und ohne Remote-Controller ausprobieren wollen. Hierbei habe ich zum zweiten Mal kläglich versagt, während mir die Spark in meiner Hand nur anklagend, rot entgegen geblinkt hat.

Die vorderen LED-Ringe der Spark geben euch bei der Gestensteuerung Auskunft, ob ein Kommando ankam (grünes Dauerleuchten) oder ob ein Problem vorliegt (rotes Blinken).

Die vorderen LED-Ringe der Spark geben euch bei der Gestensteuerung Auskunft, ob ein Kommando ankam (grünes Dauerleuchten) oder ob ein Problem vorliegt (rotes Blinken). Ein rotes Dauerleuchten ist keine Warnung, sondern dient nur zur Erkennung der Ausrichtung der Drohne bei größerem Abstand.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, musste ich die DJI Go App am iPhone öffnen. Diese hat mir dann gleich verkündet, ich müsse die Spark erstmal mit meinem Account bei DJI aktivieren. Das Ganze ging innerhalb von wenigen Sekunden, da ich schon für die anderen Drohnen einen Account beim Hersteller hatte. Wie es im Detail funktioniert, seht ihr hier in diesem Support Video von DJI.

Übrigens: Ohne Aktivierung funktionieren die Mavics, Phantoms und Sparks nur noch im „Notlauf“ und gefühlte 90% der Funktionen sind stark eingeschränkt. Es ist also quasi „Pflicht“, sich einen DJI Account zu klicken und die Geräte damit zu aktivieren.

Die Aktivierung der DJI Drohne kann man innerhalb weniger Minuten über die DJI GO App am Smartphone erledigen.

Die Aktivierung der DJI Drohne kann man innerhalb weniger Minuten über die DJI GO App am Smartphone erledigen.

Erster “echter” Flug und Test der Gestensteuerung

Gut, als ich die Aktivierung erledigt hatte, konnte es endlich losgehen mit der Gestensteuerung: DJI Spark einschalten, warten bis er „hochgefahren“ ist, dann am ausgestreckten Arm vors Gesicht halten (da wo man Drohnen grundsätzlich nur sehr ungern hat!) und zweimal kurz auf den Powerbutton drücken. Wie in den vielen Vorführvideos gingen die LED-Ringe an den vorderen Auslegern der Spark auf Grün und der Quadrocopter hob ab. Das erste Erfolgserlebnis!

Nun war noch die Steuerung via Handfläche im Jedi-Modus auf der Todo-Liste. Also der Spark die Hand vor die Kamera halten und langsam zur Seite bewegen. Mit etwas Verzögerung folgt die Drohne der Hand, hält aber einen Abstand von ca. einem Meter von der Handfläche. Geht man auf die Spark zu, weicht sie zurück. Weicht man selbst zurück, folgt sie der Hand und hält die Entfernung. Eine interessante Erfahrung.

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Im Grunde funktioniert die Steuerung auf diese Weise schon, aber sie hat für meinen Geschmack eine zu große Verzögerung und funktioniert leider auch nur in der Hälfte der Fälle. Vielleicht liegt es an meiner Handfläche, aber ich konnte auch in Videos von anderen Personen sehen, dass diese oft mehrmals mit einem Armschwenk zur Seite starten mussten, bis die Spark ihnen gefolgt ist.

Ein Tipp dazu: Manchmal funktioniert es besser, wenn man statt der Handfläche eine Faust zur Steuerung nutzt. Vielleicht macht das mehr Eindruck bei der Gestenerkennung. 😉

Die Gestensteuerung ist ein Feature, mit dem DJI die Spark massiv beworben hat. Leider funktioniert es in der Praxis nicht so verlässlich wie versprochen. Für mich ist es jedoch eher unwichtig (Foto: DJI).

Die Gestensteuerung ist ein Feature, mit dem DJI die Spark massiv beworben hat. Leider funktioniert diese Art der Steuerung in der Praxis nicht so verlässlich wie versprochen. Für mich ist es jedoch eher unwichtig (Foto: DJI).

Was relativ sicher funktioniert, ist der Befehl „Wegfliegen“, den man durch Winken initiiert. Daraufhin fliegt die Spark ca. 4-5 Meter nach hinten und ca. 2-3 Meter in die Höhe. Nun formt man mit Daumen und Zeigefinger beider Hände ein Kästchen und die Spark reagiert mit einem Blinken der roten LEDs vorne darauf. Blinkt es nicht mehr, ist das Foto geschossen. Das klappte auch ganz gut!

Mein Lieblingsmove: Man formt mit den Armen ein Y und schon kommt die Spark langsam auf den Piloten zu geflogen und schwebt vor einem in der Luft, um neue Befehle entgegen zu nehmen. Hält man nun die Handfläche unter sie (Abstand ca. 30 cm), dann geht sie langsam in den Sinkflug über und landet auf der Handfläche. Perfekt! Das ist etwas, das mir bei der Mavic Pro fehlt, wenn man in unwegsamen Gelände mit hohem Gras unterwegs ist: Starten und Landen aus der Hand.

Mein Fazit zur Gestensteuerung

Die Gestensteuerung steckt definitiv noch in den Kinderschuhen. Aus meiner Sicht ist die Reaktionszeit zu langsam und die Verlässlichkeit der Erkennung der Befehle noch zu niedrig. Wenn ich dreimal den Arm zur Seite schwenke und die Spark erkennt es nur beim dritten Mal, dann nervt es mit der Zeit. Sicher wird DJI hier nachbessern, aber die Gestensteuerung ist ein Feature, das ich sowieso nicht benötige. Aus dem Grund: Nicht schlimm, wenn es nicht 100%ig funktioniert. Dafür bekommt die Spark von mir keine Abzüge in der Gesamtwertung.

Keine faltbaren Propellerarme – nicht unbedingt ein Nachteil

Viele Leute haben bei der Vorstellung der Spark kritisiert, dass sie keine faltbaren Arme hat, wie sie zum Beispiel bei der Mavic Pro zum Einsatz kommen. Sicher hätte man damit nochmal etwas an der Größe optimieren können, aber die faltbaren Ausleger gehen definitiv auf Kosten der Haltbarkeit.

Wenn Drohnen abstürzen, dann meistens auf einen der Ausleger. Diese brechen dann in der Regel am schwächsten Punkt und das ist bei der Mavic Pro das Gelenk der Faltmechanik. Die DJI Spark ist vom Hersteller aber dafür ausgelegt worden, sehr robust zu sein. Dies sieht man schon an der Kamera, die ohne extra Gimbalschutz oder Linsenabdeckung auskommt. Die Bauweise der Ausleger ist ebenfalls so gewählt, dass sie am Ansatz zum „Körper“ der Drohne breiter sind und damit hohe Kräfte aushalten können.

Im Härtetest-Video muss die Spark wirklich einiges durchmachen. Der Crashtest mit einer Banane ist noch etwas von der harmlosen Sorte.

Im Härtetest-Video muss die Spark wirklich einiges durchmachen. Der Crashtest mit einer Banane ist noch etwas von der harmlosen Sorte.

Dass diese Bauweise ein Konzept ist, das funktioniert, sieht man in diesem Video, in dem ein Youtuber die Spark einem “Haltbarkeitstest” unterzieht. Er fliegt in Bäume, läßt sie auf den Boden fallen, schleudert sie mit einem Seil weg, rasiert Büsche ab und fliegt im strömenden Regen. Und was soll ich sagen: Die Spark hält alles durch. Nichtmal ein Propeller ist dabei kaputt gegangen.

Mit der Mavic Pro wäre hier sicher schneller Schluss gewesen, denn schon Stürze aus kleiner Höhe können bei der Mavic zum Brechen der Ausleger führen.

Massive Bauweise: Die Ausleger der Spark halten einiges aus – eine gute Entscheidung von DJI, hier auf den Klappmechanismus zu verzichten.

Massive Bauweise: Die Ausleger der Spark halten einiges aus – eine gute Entscheidung von DJI, hier auf den Klappmechanismus zu verzichten.

Für mich ist die Wahl der festen Motorarme nachvollziehbar und richtig. Die Spark möchte man in den Rucksack werfen und überall hin mitnehmen und schnell einsatzbereit haben. Man möchte sie definitiv nicht in Watte packen und mit einem riesigen Transportkoffer durch die Weltgeschichte schleppen.

Davon abgesehen, sieht DJI selbst wahrscheinlich ein gewisses Potential, dass der normale Nutzer bei den Quickshot-Modi in den einen oder anderen Baum oder Busch rauscht. Da ist es für die hauseigene Reparaturabteilung sicher entlastend, wenn der Flieger ein bisschen was ab kann. 😉

Fotoqualität: 12 Megapixel mit beeindruckenden Ergebnissen

Im Internet gibt es diverse Berichte, die die Fotoqualität der DJI Spark mit der der DJI Mavic Pro vergleichen. Berechtig – schließlich haben beide einen 12-MP-Sensor. In der Praxis ist der Vergleich bei gutem, sonnigen Wetter auch durchaus berechtigt. Jedoch erkennt man schnell den Unterschied, wenn man Fotos in Situationen aufnimmt, die weniger gut ausgeleuchtet sind oder einen hohen Kontrast zwischen dunklen und hellen Bereichen aufweisen. Beispiel dafür seht ihr weiter unten im Vergleich der Videoqualität, denn dort treten die gleichen Unterschiede der Kameras zutage.

Nimmt man dann noch die Tatsache dazu, dass die Mavic Pro im RAW-Format (DNG) Fotos aufzeichnen kann, während die DJI Spark aktuell nur JPGs abliefert, dann ist die Mavic Pro gegenüber der Spark doppelt im Vorteil.

Ich würde der DJI Spark jedoch trotzdem eine gute Fotoqualität bescheinigen, denn in den meisten Situationen sind die Fotos absolut ausreichend. Sogar, wenn man im Auftrag Firmengebäude oder Wohnhäuser für eine Webseite ablichten möchte, kann man die DJI Spark nutzen.

Schnelle Verbesserung der Fotos durch Photolemur

Durch eine gute Nachbearbeitung kann man aus den Fotos beider Drohnen sowieso mehr rausholen als die meisten Leute denken. Damit man sieht was ich meine, habe ich hier einfach mal zwei Fotos unbearbeitet (im linken Bildbereich) und nachbearbeitet (rechte Bildseite; vollautomatisch durch Photolemur verbessert) eingestellt. Beide Fotos sind mit der DJI Spark aufgenommen und wurden auf eine passende Größe fürs Web klein gerechnet.

Links sieht man einen kleinen Ausschnitt des Originals. Nach dem senkrechten Strich sieht man das Ergebnis der 1-Klick-FotooptimierunLinks sieht man einen kleinen Ausschnitt des Originals. Nach dem senkrechten Strich sieht man das Ergebnis der 1-Klick-Fotooptimierung mit Photolemur: mehr Schärfe, besere Farben, mehr Tiefeneffekt und insgesamt ein klareres Bild.g mit Photolemur.

Links sieht man einen kleinen Ausschnitt des Originals. Nach dem senkrechten Strich sieht man rechts davon das Ergebnis der 1-Klick-Fotooptimierung mit Photolemur: mehr Schärfe, besere Farben, mehr Tiefeneffekt und insgesamt ein klareres Bild.

 

Auch bei wenig Licht – hier sieht man den Mond am Himmel – lassen sich mit der Spark passable Fotos schießen. Durch die Optimierung mit Photolemur bekommt das Foto noch mehr Farbe und Stimmung.

Auch bei wenig Licht – hier sieht man den Mond am Himmel – lassen sich mit der Spark passable Fotos schießen. Durch die Optimierung mit Photolemur bekommt das Foto noch mehr Farbe und Stimmung. Links das Original von der SD-Karte und rechts die optimierte Version.

Die Software Photolemur nenne ich an dieser Stelle als Tipp, denn gerade Nutzer der Spark dürften in die passende Zielgruppe fallen. Kaum jemand der mit dieser Schnipp-Schnapp-Ratsch-Drohne unterwegs ist, möchte 5 Minuten pro Foto in Lightroom oder Affinity Photo rumbasteln. Mit Photolemur kann man einen ganzen Ordner Fotos in einem Rutsch verbessern – das ist es, was man als Otto-Normalverbraucher mag. 😉

Hier habe ich noch ein paar Fotos, die ich eben schnell mit der Spark gemacht habe. Diese Fotos wurden nur kleingerechnet, aber nicht nachbearbeitet.

Hier eine Aufnahme des Ortes Schönstein (Gilserberg) – wie man sieht, gibt es hier jede Menge Wald. ;-)

Hier eine Aufnahme des Ortes Schönstein (Gilserberg) – wie man sieht, gibt es hier jede Menge Wald. 😉

 

Diese Ortschaft heißt Dodenhausen und gehört zur Gemeinde Haina. Auch die kann die Spark ordentlich ablichten.

Diese Ortschaft heißt Dodenhausen und gehört zur Gemeinde Haina. Auch diese kann die kleine Spark ordentlich ablichten.

 

Auch Nahaufnahmen meistert die Spark – sogar besser als einige andere Drohnen, denn sie kann bis auf 0,5 Meter Entfernung Objekte scharfstellen.

Auch Nahaufnahmen meistert die Spark – sogar besser als einige andere Drohnen, denn sie kann bis auf 0,5 Meter Entfernung Objekte scharfstellen.

 

Für den Hausgebrauch ist die Fotoqualität der Kamera definitiv ausreichend. Wenn man dann noch die leichte Transportabilität mit einrechnet, ist die Spark eine tolle fliegende Kamera für Sportler, Outdoor-Freaks und Wanderer, denen die Mavic Pro vielleicht zu unhandlich und umständlich wäre.

Bokeh Foto-Modus – fast wie bei der DSLR

Man kennt den Effekt schon vom iPhone 7 Plus. Auch bei diesem wird im Foto ein Tiefeneffekt digital nachgestellt, den man sonst nur bei DSLR-Kameras hin bekommt: Während der Vordergrund scharf ist, wird der Hintergrund des Fotos unscharf dargestellt. Die DJI Spark hat dafür einen besonderen Foto-Modus, den DJI “Bokeh” nennt.

Der Bokeh Fotomodus ist eine nette Spielerei, die teilweise recht überzeugende Ergebnisse liefert.

Der Bokeh Fotomodus ist eine nette Spielerei, die teilweise recht überzeugende Ergebnisse liefert. Die Einstellung der Schärfeebene erledigt man erst später in der DJI GO App.

In der DJI GO App kann man später den Bokeh-Effekt einstellen. Man tippt auf das Objekt, das scharf sein soll und schiebt den Regler hoch oder runter, um die Stärke festzulegen.

In der DJI GO App kann man später den Bokeh-Effekt einstellen. Man tippt auf das Objekt, das scharf sein soll und schiebt den Regler hoch oder runter, um die Stärke des Effekts festzulegen.

 

Im Vergleich zum iPhone 7 Plus kann man diesen Effekt in der DJI Go App nachträglich einstellen. Dort klickt man auf den Bearbeitungsbutton und hat dann die Möglichkeit, das Objekt im Foto auszuwählen, das scharf sein soll. Mit einem kleinen Schieberegler nebem dem Blendensymbol läßt sich die Stärke des Effekts festlegen. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, kann man das Foto in der Camera-Roll des Smartphones sichern.

Technische Umsetzung und Auflösung der Bokeh Fotos

Technisch wird der Bokeh-Effekt realisiert, indem die Spark innerhalb von 1-2 Sekunden gut 20 Fotos aus unterschiedlichen Höhen (gesamter Höhenunterschied sind vielleicht 30 cm) macht. Aus diesen Fotos berechnet die DJI Go App dann später ein Tiefenprofil der Szene, mit dessen Hilfe sie die geringe Schärfentiefe ins Foto einrechnet.

Ein Bokeh-Test: Hier wurde der Stamm scharf gestellt, der Rest wird weich gezeichnet und später habe ich noch eine Nachbearbeitung in Photoshop gemacht. Ein realistisch wirkender Tiefeneffekt, oder?

Ein Bokeh-Test: Hier wurde der Stamm scharf gestellt, der Rest wird weich gezeichnet und später habe ich noch eine Farbkorrektur in Photoshop gemacht. Ein realistisch wirkender Tiefeneffekt, oder?

Die Fotoauflösung der Bokeh-Fotos ist mit 1440 x 1080 Pixeln deutlich kleiner als die normalen Fotos der Spark. Sind sie also hauptsächlich für die Verwendung im Web für Social Media Plattformen oder andere Internetseiten geeignet.

Das Ergebnis ist in den meisten Fällen ganz gut. Stellt man jedoch ein Objekt im Hintergrund scharf, wird der Vordergrund unscharf, was sehr seltsam aussieht, wenn man einzelne Objekte hat, die im Vordergrund hevorstehen – man sieht dies in dem Beispielfoto mit dem unscharfen Baumstamm (Foto unten Mitte). Hier fehlt einfach die Unschärfte beim Umriss des Stamms. Aus dem Grund wirkt es sehr unnatürlich…

Videoqualität und Stabilität der Aufnahmen

In Bezug auf die Videoqualität muss man aus meiner Sicht die Größe der Kamera und der Drohne insgesamt in Relation sehen. Bei einem Vergleich mit der Mavic Pro schneidet die Spark definitiv schlecht ab, denn die 4K-Aufnahmen der Mavic Pro sind detailreicher, besser bei schwierigen Lichtverhältnissen und dazu ist die 3-Achs-Stabilisierung noch deutlich weicher bei Drehbewegungen.

Dennoch ist die Videoqualität der DJI Spark beeindruckend gut. Klar sind 1080p keine 4K, aber vielen Youtubern und Hobbyfilmern reicht diese Auflösung aus. Schaut man sich andere Drohnen in dieser Preisklasse an, wie die Beebop 2 von Parrot oder andere Modelle, dann stellt man schnell fest, das DJI hier die Latte für andere Hersteller sehr hoch gelegt hat. Ich persönlich kenne keine Drohne in dieser Preisklasse, die bei der Foto- und Videoqualität mit der Spark mithalten könnte.

Durch die Kombination der 2-Achs-Stabilisierung des Gimbals und der internen, digitalen Stabilisierung ist das Videomaterial extrem stabil. Macht man langsame Flüge ohne dabei die Drohne um die Gierachse zu drehen, dann sind die Videoaufnahmen komplett frei von Rucklern. Lediglich beim Drehen der Drohne ist der Unterschied zum 3-Achs-Gimbal der Mavic Pro zu sehen.

Vergleich der Videoqualität zwischen DJI Spark und Mavic Pro

Häufig wird nach dem Vergleich der Videoqualität zwischen diesen beiden Drohnen gefragt. Die technischen Unterschiede sind hier in der Tabelle erkennbar:

 DJI SparkDJI Mavic Pro
Sensorgröße1/2,3 Zoll CMOS1/2,3 Zoll CMOS
Auflösung12 MP12,35 MP
Sichtfeld81,9 Grad78,8 Grad
Blendeƒ = 2,6ƒ = 2,2
Videoaufnahmenur 1080p 30fps @ 24Mbpsbis 4K 30fps @ 60Mbps
ISO-Bereich Fotos100 – 1.600100 – 1.600
ISO-Bereich Videos100 – 3.200100 – 3.200

Der Sensor der Mavic Pro ist marginal größer und die Auflösung ist mit 4K natürlich um ein Vielfaches besser, aber ein Unterschied, der in Zahlen nicht zu lesen ist, ist der Dynamikumfang. Dieser zeigt sich bei einer guten Kamera darin, dass sie mit hohen Kontrasten umgehen kann und zum Beispiel Strukturen in dunklen Bereichen von Objekten noch darstellen kann, während gleichzeitig ein heller Himmel ebenfalls richtig belichtet und frei von ausgefrasten, weissen Wolken (überbelichteten Bereichen) ist. Und genau hier hat die Kamera der Mavic Pro weniger Schwächen als die der Spark. Man erkennt es an den Beispiel-Screenshots, die ich unten im Artikel (Videovergleich) eingebaut habe. Dennoch: Die DJI Spark liefert für die Größe und Preisklasse ein sehr gutes Videoergebnis ab, das ich nicht schlecht reden möchte.

Die Videoeinstellungen sind bei der Spark derzeit recht überschaubar bzw. nicht vorhanden. Immerhin läßt sich in den allgemeinen Kameraeinstellungen (hinter dem Zahnrad versteckt) ein manueller Weißabgleich festlegen, der für viele Videofilmer wichtig ist.

Die Videoeinstellungen sind bei der Spark derzeit recht überschaubar bzw. nicht vorhanden. Immerhin läßt sich in den allgemeinen Kameraeinstellungen (hinter dem Zahnrad versteckt) ein manueller Weißabgleich festlegen, der für viele Videofilmer wichtig ist.

Alles auf “Auto”: Aktuell keine Videoeinstellungen verfügbar

Die DJI Spark richtet sich ganz klar nicht an Filmemacher. Während man bei der DJI Mavic Pro relativ viele Einstellungen für die Videoaufnahmen vornehmen kann (verschiedene Auflösungen und Bildraten, D-Cinelike, D-LOG und ähnliche Sachen), gibt es bei der Spark nur 1080p bei 30fps und alles auf „Auto“. Als Ausgabeformat gibt es nur das MP4-Format (MPEG-4 AVC/H.264). Wer zum Beispiel gerne mit 25fps, 60fps oder im DLOG-Modus aufzeichnet, der wird mit der Spark nicht glücklich.

Schönwetterkamera

Wie oben bereits angedeutet, ist der Unterschied der Kamera zwischen Mavic Pro und Spark bei gutem Wetter nicht so leicht erkennbar. Man sieht natürlich bei einem 4K-Fernseher, dass das Bild der Spark weniger Details wiedergeben kann, aber schaut man sich das Ganze auf einem Full-HD Fernseher an, relativiert sich der Unterschied der Videoauflösung wieder.

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Ein Video, das einen Vergleich bei gutem Wetter bietet, ist dieses hier:

Die tatsächlichen Unterschiede zeigen sich jedoch eher bei schwachen Lichtverhältnissen und nicht bei Sonnenschein. Aus dem Grund lege ich euch noch dieses Video ans Herz, bei dem man deutlicher sieht, wo die Grenzen der Spark liegen:

Aus diesem Video hier von AuthenTech (Ben Schmanke) möchte ich euch ein paar Screenshots zeigen, die ganz klar die Unterschiede der beiden Kameras offen legen.

Links Spark, rechts Mavic Pro: Man sieht an den Steinen gut, dass die geringere Videoauflösung der Spark hier die Strukturen verwischt.

Links Spark, rechts Mavic Pro: Man sieht an den Steinen gut, dass die geringere Videoauflösung der Spark hier die Strukturen verwischt (Quelle für alle Screenshots: AuthenTech/BenSchmanke).

 

Videovergleich im Sonnenuntergang: in den linken Bereichen (bei der Wiese) und bei den Häusern im Hintergrund sieht man ganz klar, dass die Mavic Pro besser mit der Kontrast-Situation klar kommt.

Videovergleich im Sonnenuntergang: in den linken Bereichen (bei der Wiese) und bei den Häusern im Hintergrund sieht man ganz klar, dass die Mavic Pro besser mit der Kontrast-Situation klar kommt.

Bei diesem Screenshot des Videovergleichs sieht man die Schwächen der Spark am Baumstamm im Vordergrund. Während die Spark nur einen schwarzen Stamm zeigt, gibt es bei der Mavic Pro noch Strukturen zu sehen. Würde man mit der Mavic noch im D-Cinelike Modus aufnehmen, könnte man noch mehr aus dem Rohmaterial rausholen.

Bei diesem Screenshot des Videovergleichs sieht man die Schwächen der Spark (linkes Bild) am Baumstamm im Vordergrund. Während die Spark nur einen schwarzen Stamm zeigt, gibt es bei der Mavic Pro (rechtes Bild) noch Strukturen zu sehen. Würde man mit der Mavic noch im D-Cinelike Modus aufnehmen, könnte man noch mehr Details aus den Schattenbereichen des Rohmaterials rausholen.

Im Bild der Spark (links) sind die Berge im Hintergrund weitgehend ohne Details und Struktur während die Mavic Pro (rechts) durchaus noch Bildinformationen liefert, die über eine gleichmässige Fläche hinaus gehen.

Im Bild der Spark (links) sind die Berge im Hintergrund weitgehend ohne Details und Strukturen während die Mavic Pro (rechts) durchaus noch Bildinformationen liefert, die über eine gleichmässige Fläche hinaus gehen.

Ich denke diese Screenshots machen deutlich, dass die Spark im Vergleich zur Mavic Pro keine schlechten Videos macht, aber eben doch in Grenzbereichen Schwächen offenbart. Ob dies letztendlich im bewegten Bild so klar zu Tage tritt, hängt natürlich vom Film und der entsprechenden Nachbearbeitung ab.

iPhone-Steuerung oder besser Remote Controller?

Ich habe schon diverse Drohnen gehabt, die per virtuellen Knüppeln auf dem iPhone zu steuern waren. Ich gebe zu: Bisher hat es keiner so gut hinbekommen, wie DJI bei der Spark. Die Steuerung hat trotz Wifi-Übertragung wenig Latenz und fühlt sich sehr „direkt“ an. Trotz allem hat man natürlich keinerlei Feedback, wie man es von echten Steuersticks gewohnt ist.

Um die Spark für eine Fotoaufnahme im Umkreis von 30-40 Metern zu positionieren, mag das noch funktionieren, aber um für eine Videoaufnahme 10 bis 20 Sekunden sauber in eine Richtung mit gleichbleibender Geschwindigkeit zu fliegen, ist die Smartphone-Steuerung unbrauchbar. Gerade die weichen Schwenks und langsamen Flüge machen die Videoaufnahmen von Drohnen jedoch zu etwas Besonderem. Und diese Möglichkeit nimmt man sich, wenn man ohne den echten Remote-Controller fliegt.

Technisch gesehen, hat DJI die Smartphone-Steuerung der Drohne perfekt umgesetzt, aber leider ist es für meinen Geschmack immernoch deutlich schwammiger und ungenauer als die Steuerung über den echten Controller, der leider nur mit der Fly More Combo oder als extra Zubehör verkauft wird.

Technisch gesehen, hat DJI die Smartphone-Steuerung der Drohne perfekt umgesetzt, aber leider ist sie für meinen Geschmack immernoch deutlich schwammiger und ungenauer als die Steuerung über den echten Controller, der leider nur mit der Fly More Combo oder als extra Zubehör verkauft wird.

Ein zusätzlicher Nachteil beim Fliegen mit dem iPhone ist die Tatsache, dass man sich mit zwei Daumen auf dem Smartphone-Display einen Großteil des Livebildes der Drohne abdeckt. Damit ist es deutlich schwerer zu sehen, wie der aktuelle Bildausschnitt aussieht und wo man gerade lang fliegt.

Ein weiterer Pluspunkt für die „richtige“ Fernsteuerung ist die Reichweite. Während ich mit der iPhone Wifi-Steuerung auf gerade mal 70-80 Metern verlässlich fliegen konnte, brach das Livebild der Spark mit dem Controller erst nach grob 300-350 Metern ab. Die Reichweite beträgt laut DJI Spezifikationen zwar technisch gesehen 2 km, aber die Drohnen von DJI erkennen in welchem Land sie „unterwegs“ sind und passen die Sendeleistung entsprechend an. So kommt man hier in Deutschland leider nur auf kleinere Werte, die deutlich unter den Herstellerangaben liegen.

Keine Frage: Den Controller zur Spark möchte man definitiv haben. Zu groß sind die Limitierungen, die man sonst bei der Steuerung per Smartphone hat. Und den grandiosen Sportmodus kann man ohne Controller ebenfalls nicht nutzen.

Keine Frage: Den Controller zur Spark möchte man definitiv haben. Zu groß sind die Limitierungen, die man sonst bei der Steuerung per Smartphone hat. Und den grandiosen Sportmodus kann man ohne Controller ebenfalls nicht nutzen.

Mein Fazit zur Controller-Frage: Ich finde er ist definitiv ein “Must-Have”, wenn man vernünftige Aufnahmen mit der Drohne machen möchte. Man kann mit ihm die Spark wesentlich präziser und damit auch schneller steuern, als dies mit dem Smartphone der Fall ist. Die Einschränkung der Reichweite ohne Controller ist ebenfalls so enorm, dass man dies nicht wirklich dauerhaft hinnehmen kann.

Davon abgesehen kann man ohne den Controller den Sport-Modus der Spark nicht aktivieren und das ist wirklich ein Spassfaktor, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Ein Youtuber meinte in seinem Video dazu: “Wenn man den Sportmodus aktiviert, verhält sich die Spark wie ein Tasmanischer Teufel!”… eine nette Umschreibung. 😀

Fly More Combo  – ebenfalls ein Pflichtkauf

Wenn man sich für den Controller entscheidet, sollte man direkt die Fly More Combo kaufen, denn alleine wenn man sich die DJI Spark und den Controller einzeln kauft, ist man schon fast beim Combo-Preis und bei dieser Fly-More-Zusammenstellung bekommt man noch einen zusätzlichen Akku und einiges mehr „oben drauf“. Insgesamt hat die Fly More Combo einen Warenwert von über 1000 Euro, kostet aber nur 799 Euro.

Wichtige Links für euch zusammen gestellt:

Obstacle Avoidance Test: Wie gut funktioniert die Hindernis-Erkennung in der Praxis?

Zugegeben, ich habe das Feature ein paar Mal getestet, indem ich vor einen Baum oder ein anderes Hindernis geflogen bin. Das hat soweit funktioniert und auch Büsche mit hervorstehenden Ästen und kleinen Blättern wurden zuverlässig erkannt, bevor die Spark rein gerauscht wäre.

Im Test mit Active Track von "The EverydayDad" stoppt die Spark zwar zuverlässig vor Hindernissen, aber sie umfliegt diese nicht, wie es im Werbevideo von DJI gezeigt wird (Screenshot aus dem Video).

Im Test mit Active Track von “The EverydayDad” stoppt die Spark zwar zuverlässig vor Hindernissen, aber sie umfliegt diese nicht, wie es im Werbevideo von DJI gezeigt wird (Screenshot aus dem Video).

Aber zur Hindernis-Erkennung gehört ja auch das Umfliegen derselben, so dass die Aufnahme weiter laufen kann. Ein typischer Einsatzbereich: Man aktiviert den Active-Track-Modus, in dem die Spark einem Objekt folgt und aktiv Hindernissen ausweichen soll. Der Youtuber „The Everyday Dad“ hat dies mal mit seinem Mountainbike ausprobiert. Das passende Video dazu findet ihr hier.

Sein Test hat gleich drei interessante Ergebnisse gebracht:

  1. Die Spark hält tatsächlich viel aus. Während seiner Aufnahmen hat die Spark dreimal schwere Schläge einstecken müssen und sie flog dennoch.
  2. Die Gestensteuerung funktioniert auch bei ihm nur in der Hälfte der Fälle.
  3. Die Hindernis-Erkennung funktioniert insoweit, dass die DJI Spark anhält bevor sie in ein Hindernis hinein fliegt, aber sie umfliegt die Hindernisse nur in wenigen Fällen.

Extrem schnell einsatzbereit

Was ich bei der DJI Spark als absoluten Pluspunkt gegenüber der Mavic Pro sehe, ist die schnelle Einsatzbereitschaft. Ich habe sie bei Wanderungen immer in eine Wrap-Schutzhülle (von Ideal Solutions) geschlagen, den Controller und Smartphone in eine weitere und schon ist sie unterwegs innerhalb kürzester Zeit in der Luft. Wir sprechen hier von Zeiten von ungefähr einer Minute.

Das Ein- und Auspacken mit der Ideal Solution WRAP Schutzhülle geht in Sekunden. So ist die Spark innerhalb von einer Minute in der Luft!

Das Ein- und Auspacken mit der Ideal Solution WRAP Schutzhülle geht in Sekunden. So ist die Spark innerhalb von einer Minute in der Luft!

Die Transporttasche von DJI war auch in der Fly More Combo dabei und ich nutze sie beim Transport im Auto auf längeren Strecken, aber für mein Zubehör (4 Zusatzakkus) ist die Tasche zu klein und zu umständlich, wenn man schnell losfliegen möchte.

Die Spark macht einem den schnellen Start extrem einfach, denn im Gegensatz zur Mavic Pro muss man bei ihr keine Arme ausklappen, keinen Gimbalschutz entfernen und auch keine geeignete Fläche zum Starten suchen, denn das Starten und Landen macht man einfach aus der Hand.

Die Stealth-Drohne – Spark wird eher als Spielzeug eingestuft

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber immer wenn ich mal für einen Auftrag mit einer Drohne in bewohntem Gebiet unterwegs war, hat es keine 5 Minuten gedauert, bis der erste Anwohner vor mir stand und – im besten Fall – kritische Fragen gestellt hat. Oftmals wurden wir auch – trotz vorhandener Aufstiegsgenehmigung und Bescheid-sagen bei Polizei und Ordnungsamt – beschimpft, was beim Fliegen nun wirklich nicht gerade förderlich für die Aufmerksamkeit ist.

Mit der Mavic Pro hat die Quote der Meckerer schon abgenommen, da sie einfach sehr klein und deutlich leiser ist als mein Oktokopter, der mit 8 Propellern schon ordentlich Wind macht. Die DJI Spark ist in der Hinsicht allerdings wiederum eine Steigerung, denn sie ist nochmals leiser als die Mavic. Wenn man dann noch mit der kleinen Fernsteuerung und dem Smartphone da steht, sieht es eher nach Spielzeug als nach „professioneller Überwachung“ aus. Man hört die Spark zwar auch noch, wenn man in 100 Metern Höhe auf dem ruhigen Land über sich fliegt, aber wenn ein Auto vorbei fährt, übertönt dies ohne Probleme die Fluggeräusche der Spark.

Ich nenne die DJI Spark aus dem Grunde gerne „Stealth-Drohne“, da sie kaum noch auffällt und man einfach ungestörter fliegen kann. Für mich ist das ein Argument eher die Spark auf Wanderungen einzupacken, als die Mavic Pro, die anderen Wanderern doch deutlich schneller auffällt.

Oft kritisiert: Die Akkulaufzeit

Es ist schon richtig, dass die Spark mit ca. 13 Minuten realistischer Flugzeit deutlich unter den 22 Minuten der Mavic Pro liegt. Aber ich finde, das ist Jammern auf hohem Niveau. Mein Oktokopter hat eine Flugzeit von knapp 7 Minuten und das war vor 1-2 Jahren noch ein Wert, der durchaus realistisch war. DJI hat die Latte selbst durch die Phantom-Serie so hoch gelegt, dass man nun keinen Rückschritt mehr machen möchte. Darum sieht es so aus, als wären die 16 Minuten, mit denen DJI die Flugzeit der Spark bewirbt ein schlechter Wert – obwohl er das aus meiner Sicht nicht ist.

"DJI Spark Intelligent Flight Battery" – so nennt der Hersteller die Akkus für den kleinen Quadrocopter. Meine Empfehlung: holt euch lieber gleich 3-5 davon, denn sie sind schnell leer geflogen.

“DJI Spark Intelligent Flight Battery” – so nennt der Hersteller die Akkus für den kleinen Quadrocopter. Meine Empfehlung: holt euch lieber gleich 3-5 davon, denn sie sind schnell leer geflogen. Ihr bekommt sie hier im Shop von DJI.

In der Praxis ist die Flugzeit mit dem Akku nicht zu kurz: Wenn man – wie wir in Deutschland – sowieso “auf Sicht” fliegen muss, dann kommt man vielleicht 100 bis 150 Meter weit weg. Wobei man dann schon nicht mehr ernsthaft behaupten kann, man könne die Ausrichtung der Drohne erkennen, was eigentlich Vorgabe für „fliegen nach Sicht“ ist.

Um zum Ort des Geschehens zu fliegen, braucht man vielleicht eine Minute, dann eine für den Rückflug und so hat man immer noch gute 10 Minuten bevor die erste Akkuwarnung der DJI Spark anspringt. Mir persönlich kommt die Flugzeit immer noch mehr als ausreichend vor. Das einzige, was ich wirklich empfehlen kann: Schafft euch mehr als zwei Akkus an. Die sind wirklich schnell leer geflogen. Ich habe mittlerweile fünf Stück und bin damit auch auf längeren Wanderungen ausreichend versorgt.

Mein Praxis-Tipp: DJI Spark Akku kaufen – hier im DJI Store

Die erste Akkuwarnung warf der Spark bei ca. 2 Minuten 40 aus. Bei etwa 1 Minute 20 leitete der Spark dann die "Notlandung" direkt vor Ort ein.

Die Akkuwarnung mit Return-to-Home-Einleitung warf der Spark bei ca. 2 Minuten 40 Restflugzeit aus. Bei etwa 1 Minute 20 leitete der Spark dann die “Notlandung” direkt vor Ort ein.

 

(Noch) keine Unterstützung in der Litchi App

Die Litchi App ist eine Drittanbieter App, mit der sich Flüge für die meisten DJI Drohnen im Voraus planen lassen. Man kann damit Kamerafahrten über mehrere Minuten realisieren, die man mit der Hand nie umsetzen könnte. Bevor ich lange um den heissen Brei rede – hier ein Video, das komplett mit der Phantom 4 und der Litchi-App realisiert wurde. Der Pilot steuert nichts mehr, sondern schaut dem iPad oder iPhone beim Steuern zu. Seht selbst, welche schönen Aufnahmen dabei raus kommen können.

Nun ist die Litchi-App bis zur DJI Mavic Pro aktualisiert worden, aber die Spark ist bisher noch nicht unterstützt. Da die Spark vom System her ebenfalls offen für die Steuerung durch Drittanbieter-Apps ist, dürfte die Kompatibilität mit Litchi nur eine Frage der Zeit sein, aber aktuell gibt es noch keine Unterstützung.

Ich habe eben mal an den Support von Litchi geschrieben und angefragt, wie es mit der Kompatibilität aussieht. Die Antwort kam postwendend:

We hope to add support for Spark soon however waypoint/orbit modes will not be supported.

Damit werden die wichtigsten Flugmodi leider auch in Zukunft nicht unterstützt, da die DJI Spark, diese Flugmodi über die API technisch nicht umsetzen kann. Videoaufnahmen, wie diese von Korfu oben, werden mit der Spark also nicht realisierbar sein. Wenn ich mich zwischen der Mavic Pro und der Spark entscheiden müsste, wäre die fehlende Litchi-Unterstützung ein Grund, mich für die Mavic zu entscheiden.

Kleinerer Preis, weniger Verlustangst, interessantere Flüge

Ich habe bei mir gemerkt, dass ich bei der Spark deutlich weniger Sorgen um die Drohne habe, wenn ich nah an Objekten vorbei fliege. Dies liegt zum einen daran, dass ich denke, die Spark hält auch einen Sturz aus 4 bis 5 Metern auf die Wiese aus und zum anderen bewegt man nicht ganz so viel Geld durch die Gegend, wie bei der Mavic Pro.

Was auch immer der Grund ist – die Hemmschwelle für riskantere Flüge (nicht riskant für Personen oder Tiere!) ist niedriger und die Aufnahmen werden dadurch kreativer und spannender. Dies ist ein Pluspunkt, der bei der Diskussion um diese Drohne oft nicht mit einfließt, der aber meiner Meinung nach auch eine Rolle spielen sollte.

DJI Spark und ein Wetterhahn: Aufgrund der Hinderniserkennung und der geringen Größe traut man sich mit der Spark auch eher mal auf Tuchfühlung mit dem Objekt zu gehen.

DJI Spark und ein Wetterhahn: Aufgrund der Hinderniserkennung und der geringen Größe der Drohne traut man sich mit der Spark eher mal auf Tuchfühlung mit dem Objekt zu gehen.

DJI Spark oder DJI Mavic Pro kaufen?

Ich habe beide Drohnen zur Verfügung und ich muss sagen, dass ich beide haben möchte. Technisch ist die Mavic Pro der Spark natürlich überlegen. Aus dem Grund ist sie auch doppelt so teuer. Die entscheidende Frage ist eher: Welche Drohne ist für welchen Einsatzzweck besser geeignet und was möchtet ihr mit der Drohne machen?

Die DJI Mavic Pro ist für Leute, die Wert auf anspruchsvolle Videoaufnahmen im Semi-Profi-Bereich legen, die richtige Wahl. Wenn Platz und Gewicht keine große Rolle spielen, würde ich sogar zur Phantom 4 Pro oder zur Inspire 2 raten. Aber wir vergleichen hier zwei kleine, mobile Drohnen und da kommen für mich nur die Mavic Pro und die Spark in Frage.

Filmemacher, die gerne durch die Nachbearbeitung viel aus den Aufnahmen rausholen, sind ebenfalls mit der Mavic Pro besser bedient. Diese bietet einfach mehr Einstellungsmöglichkeiten, um schon die Rohdaten möglichst optimal aufnehmen zu können.

Die DJI Spark ist aus meiner Sicht etwas für Leute, die super-mobil sein möchten und Wert auf wenig Gewicht und geringes Packmass legen. Wenn man dann noch auf die Schnelle Fotos und Videos machen möchte, ohne lange an der Drohne rumspielen zu müssen, dann ist die Spark die richtige Drohne.

Nicht zuletzt sollte man auch den Preisunterschied bedenken: Während man bei der Mavic Pro mit Zubehör schnell bei 1.500 Euro landet, kommt man bei der Spark in der Fly More Combo gerade mal auf 800 Euro.

Die Frage, ob man sich die Spark oder die Mavic Pro kaufen sollte, läßt sich nur beantworten, wenn man weiss, was man mit der Drohne machen möchte. Ich kann beide nur wärmstens empfehlen.

Die Frage, ob man sich die Spark oder die Mavic Pro kaufen sollte, läßt sich nur beantworten, wenn man weiss, was man mit der Drohne machen möchte. Ich kann beide nur wärmstens empfehlen.

Wer sich nicht entscheiden kann, macht es wie ich und holt sich einfach beide Drohnen. Wenn der Transport und die Lautstärke für mich keine große Rolle spielen, habe ich die Mavic dabei. Wenn ich mit Minimalgepäck losziehen möchte, werfe ich die Spark in den Rucksack. Denn hier gilt – wie bei Kameras auch – der Satz:

Die beste Drohne ist die, die du dabei hast!

Wenn die Alternative ist, dass du keine mitnehmen wirst, dann doch lieber die Spark trotz kleinen Abstrichen bei der Qualität.

Übrigens: Wenn Größe, Gewicht und Geld keine große Rolle spielt, kannst du dir auch mal die DJI Phantom 4 Pro anschauen. Diese wäre meine Empfehlung, wenn man seine Drohne selten rumtragen möchte, aber viel Wert auf gute Aufnahmen legt. Sie punktet mit einer rund-um-Hindernisserkennung, einem richtig großen Sensor, langer Flugzeit und einer mechanischen Blende! Und noch einigen anderen Features, die ich hier unterschlage, da der Beitrag nun wirklich schon lang genug geworden ist. 😉

Vor- und Nachteile der DJI Spark und Mavic Pro

Manche Menschen mögen ja eine kurze Zusammenfassung von Pro und Contra Argumenten, bevor sie sich für ein Gerät entscheiden. Ich habe aus dem Grund hier eine kleine Liste gemacht, die euch vielleicht hilft, die passende Drohne für euren Anwendungsfall zu finden.

 DJi SparkDJI Mavic Pro
Transportsehr einfach, da geringes Gewicht und robuste Bauweiseeinfach, aber inkl. Zubehör liegt man schnell bei 1,5 kg und größerem Volumen
Verwendung bei Wandern und Trekkingsehr gut geeignet, da sie in jedem gefüllten Rucksack noch Platz findeteher weniger gut, da sie schnell den Platz in kleinen Rücksäcken sprengt
Hochzeitsfilmer und -fotografenmaximal als "Goodie"sehr gut geeignet, da 4K und gute Bildqualiät
Landschaftsfotografiegut geeignetnoch besser geeignet, da sie mit Kontrasten besser umgehen kann
FPV Fliegenaus meiner Sicht zuwenig Reichweite und zu schnell Verbindungsabbrüche auftretenperfekt geeignet, da die Videoübertragung sehr stabil ist
Nutzung mit DJI Goggleskompatibel, aber ungeeignet, da die Verbindung extrem schnell abbricht (bei mir teilweise nach 40-50 Metern)sehr gut geeignet; stabile Verbindung über mehrere Hundert Meter mit 720p Auflösung
Urlaubsvideogut geeignet, da man die Spark immer mitnehmen kannwenn genug Platz da ist, die beste Wahl, da die 4K-Auflösung und D-Cinelike-Farbprofil mehr Möglichkeiten zur Nachbearbeitung bieten
Semi-Professionelle Videosungeeignet, da zuwenig Einstellmöglichkeiten und kurze Flugzeit (16 min)gut geeignet, da man verschiedene Auflösungen, Bildwiederholraten und auch Filter wie ND-Filter einsetzen kann; mehr Flugzeit ist ebenfalls ein Pluspunkt (25 min)
UrlaubsfotosFotoqualität ist bei guten Lichtverhältnissen "gut"sehr gut, da sie auch mit hohen Kontrasten zurecht kommt
RAW-Fotos (DNG)neinja, wird unterstützt; bietet viele Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung
Youtube/Vimeoja, sofern man mit 1080p und 30fps leben kannperfekt, da sie auch 4K und verschiedene Bildwiederholraten wie 24fps, 25fps, 30fps und 60fps unterstützt
Sportlerja, da sie sehr klein und robust istja, allerdings benötigt sie deutlich mehr Platz im Gepäck; Kollisionen enden schnell mit einer kaputten Mavic Pro
Selfie-Drohnesehr gut geeignet, da sie spezielle Quickshot-Modi dafür anbietetja, gut, da sie auch Active Track unterstützt; Quick-Shot-Modi wie Dronie oder Helix fehlen aber
Preiswer einen günstigen Einstieg in die Welt der Drohnen sucht, ist mit der DJI Spark Fly More Combo sehr gut bedient; hohe Qualität für einen konkurrenzlosen Preiswenn man etwas mehr auf der hohen Kante hat, bietet die Mavic Pro mehr Bildqualität für mehr Geld
Oft unterwegs in unwegsamen Geländesehr gut geeignet, da man aus der Hand starten und landen kannbenötigt einen Quadratmeter flaches Gelände für Start und Landung; Handstart und -landung nicht wirklich empfehlenswert
Bokeh-Fotoeffektja, vorhandengibt es noch nicht, könnte aber durch ein Software-Update nachgeliefert werden
Unterstützung durch Litchi-Appin Kürze, aber nur sehr eingeschränkt (quasi nicht!)ja, wird vollständig unterstützt
Kaufen?Spark im DJI Shop anschauenMavic Pro im DJI Shop anschauen

Wenn ihr nun immernoch Fragezeichen auf der Stirn habt, könnt ihr mir auch gerne schreiben, wofür ihr die Drohne nutzen möchtet, und ich helfe euch dann bei der Auswahl. Die Beratung ist natürlich kostenlos, solange ich nicht zwanzig Mails pro Tag bekomme. 🙂

 

 

 

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Sir Apfelot
Sir Apfelot
Jens Kleinholz, den meisten Lesern des Blogs eher als "Sir Apfelot" bekannt, arbeitet seit über 20 Jahren mit Macs und hätte sich garantiert damals schon ein iPhone gekauft, wenn Steve Jobs es mal ein bisschen früher erfunden hätte. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er selbstständig und bringt mit seiner SEO-Agentur NET-TEC internet solutions die Homepages von Kunden auf die vordersten Plätze bei Google.

4 Comments

  1. Andreas Heimann sagt:

    Hallo, kannst beschreiben wie man die Fernsteuerung per Kabel verbindet? Hab zwar die passende Verkabelung aber kann keinen Kontakt herstellen.

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Andreas! Bei meiner Mavic Pro steckt man es einfach ein und der Controller erkennt die Verbindung. Bei der DJI Spark scheint es (auch bei mir!) weiterhin per WLAN verbunden zu sein. Das ist ziemlich schade, da die Verbindungsabbrüche bestimmt weniger wären, wenn man es per Kabel verbindet. Es könnte aber sein, dass DJI hier mit einem Update die Funktion nachliefert. Da kommt ja häufiger mal was nach…

  2. Stephan Rosenberger sagt:

    Sir Apfelot,

    vielen Dank für diesen sehr ausführlichen und kurzweiligen Bericht. Da ich ebenfalls stolzer Besitzer eines DJI Mavic bin und das Losglück mir in der letzten Woche noch zusätzlich eine DJI Spark beschert hat, habe ich Deinen Artikel sehr interessiert gelesen.

    Eine Frage habe ich noch zu dem Controller: Ist es vielleicht möglich, den Remote-Controller des Mavic mit der Spark zu koppeln? Oder ist das völlig ausgeschlossen? Ich würdemir so die Anschaffung eines zweiten Controllers (für nicht ganz günstige 179 EUR !) ersparen. Beide Copter werde ich vermutlich eh nie gleichzeitig fliegen und könnte das Geld lieber in Zusatz-Akkus investieren.

    Viele Grüße
    Stephan

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Stephan! Danke für dein Lob. Leider muss ich dich enttäuschen… der Controller für die Mavic läßt sich einfach nicht für den Spark nutzen. Ich habe das auch schon in diversen Foren nachgelesen, die alle das gleichen schreiben: Funktioniert nicht und ist von DJI auch nicht so vorgesehen… vermutlich weil ihnen dann 179 EUR flöten gehen. 😉 LG! Jens

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