Bevor am Montag die Apple WWDC26 startet, schauen wir nochmal kurz zurück. In der heutigen Sir Apfelot Wochenschau gibt es jene Apple- und Tech-Nachrichten, die mir in der Kalenderwoche 23 des Jahres 2026 aufgefallen sind. Mit dabei sind u. a. diese Meldungen: Telefónica gibt Zeitraum für 2G-Abschaltung bekannt, Euro-Office startet als europäische Open-Source-Alternative zu Microsoft, Apple und Google, LibreOffice arbeitet an Kollaboration, Web-Apps und mobilen Apps, Android Quick Share umfangreicher mit iOS AirDrop kompatibel, und mehr!
Kapitel in diesem Beitrag:
- 1 Nach Telekom und Vodafone: Telefónica kündigt 2G-Abschaltung an
- 2 Euro-Office: Open-Source-Bürosoftware startet am 9. Juni
- 3 LibreOffice bald mit Zusammenarbeit und mobilen Apps
- 4 Microsoft AI: Sieben neue „MAI“-Modelle für die Abkehr von OpenAI
- 5 Android Quick Share und iOS AirDrop nun vollständig kompatibel
- 6 Stellt Apple das MacBook Ultra parallel zum iPhone 18 Pro vor?
- 7 Die Sir Apfelot Beiträge der Woche
- 8 Noch mehr Sir Apfelot für euch!
Nach Telekom und Vodafone: Telefónica kündigt 2G-Abschaltung an
Der Netzbetreiber Telefónica Deutschland, der das O2-Netz betreibt, hat nun nach den anderen zwei großen Mobilfunkanbietern des Landes das Aus für sein 2G-Netz bekanntgegeben. Die GSM-Frequenzen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2028 frei werden. Für alle mit modernen Geräten, die 4G und 5G verwenden, ändert sich nichts, teilt die Telefónica im Info-Bereich zur 2G-Abschaltung mit.
Die Telekom will das GSM-Netz, also die 2G Mobilfunk-Frequenzen für Telefonie und SMS, bis zum 30. Juni 2028 komplett aus dem Angebot nehmen. Die dadurch frei werdenden Frequenzen rund um den 900 MHz Bereich sollen anschließend für 4G und 5G genutzt werden. Vodafone will das 2G-Netz für den regulären Mobilfunk im September 2028 deaktivieren, aber für die IoT-Nutzung bis Ende 2030 bewahren.
Euro-Office: Open-Source-Bürosoftware startet am 9. Juni
Mit Euro-Office soll bald eine europäische Open-Source-Alternative zu Bürosoftware wie Microsoft Office und Google Workplace starten. Das quelloffene Angebot aus Europa wurde als Abspaltung (sog. Fork) des OpenOffice-Projekts entwickelt. Es baut auf dem „umfangreich gesichteten und aufgeräumten“ Code von OpenOffice auf, wie es auf GitHub heißt.
Euro-Office soll die Echtzeit-Zusammenarbeit von mehreren Personen und Teams ermöglichen. Dabei werden unterschiedliche Formate unterstützt – neben den von MS Office bekannten .docs, .pptx und .xlsx natürlich auch die offenen Standards .ods, .odt und .odp. Die Entwicklung wurde u. a. durch IONOS, Nextcloud, OpenXchange, Tuta und XWiki unterstützt. Die auf Unternehmen, Behörden und Organisationen ausgelegte Bürosoftware soll in deren Angebote eingebunden werden.
Weitere Infos gibt es neben der verlinkten GitHub-Seite auf https://office.eu.
LibreOffice bald mit Zusammenarbeit und mobilen Apps
Aber nicht nur Euro-Office soll bald das quelloffene und kostenlose Zusammenarbeiten mit anderen ermöglichen. Auch bei LibreOffice wird sich zukünftig einiges in der Weiterentwicklung tun. Das wurde zumindest im Blog von The Document Foundation angekündigt. Neben Möglichkeiten zur Kollaboration in Teams und Unternehmen wurden auch mobile Apps und Web-Anwendungen angekündigt.
Für das Erreichen der verschiedenen Ziele (Web-Apps, mobile Apps, cloudbasierte Dokumente und Kollaboration, etc.) soll deren Entwicklung auf einzelne Teams aufgeteilt werden. Diese bekommen jeweils eigene Meilensteine und Deadlines, sodass zum gegebenen Zeitpunkt alles zusammengeführt werden kann. Neben Microsoft Office will die Document Foundation ihr LibreOffice mit den neuen Funktionen vor allem als Konkurrenz zu Google Workplace positionieren.
Microsoft AI: Sieben neue „MAI“-Modelle für die Abkehr von OpenAI
Microsoft hat diese Woche sieben neue KI-Modelle vorgestellt, die komplett unabhängig von anderen KI-Unternehmen entwickelt worden sein sollen. Laut der Ankündigung wurde außerdem ein Superintelligence Lab aufgebaut. Alle diese Bemühungen sollen wohl dafür sorgen, dass sich der Windows- und Office-Anbieter unabhängig von OpenAI, Anthropic und Co. machen kann.
Die neuen Modelle sollen unterschiedliche Bereiche abdecken, die man bereits von anderer KI kennt: Chatbot-Funktionen, mathematische Berechnungen, Vibe Coding, Bilderstellung und Bildbearbeitung, Transkription, Sprachausgabe und so weiter. Parallel dazu wurde das „Frontier Tuning“ angekündigt, also das KI-Training für die individuell angepasste Nutzung im Unternehmen oder Büro. Mehr dazu bietet der Microsoft 365 Developer-Blog.
Nach den Vorstößen Googles, Dateien im Alltag einfacher zwischen Android- und iOS-Geräten austauschen zu können, scheint Apple nun eingelenkt zu haben. Google hatte bereits letztes Jahr seine Quick Share-Technologie für AirDrop geöffnet, mit keiner allzu großen Zuarbeit von Apple. Das scheint sich mittlerweile geändert zu haben.
Im Android-Drop für Juni 2026 heißt es: „Dateien lassen sich jetzt noch einfacher zwischen ausgewählten Android-Smartphones und iPhones teilen. Quick Share ist mit AirDrop kompatibel und funktioniert jetzt auf noch mehr Android-Geräten […]“ Welche Android-Geräte Quick Share sowie den Austausch von Fotos und anderen Dateien mit iPhones unterstützen, das zeigt Google auf der entsprechenden Android-Infoseite auf.
Stellt Apple das MacBook Ultra parallel zum iPhone 18 Pro vor?
In einem neuen Bericht von Omdia, in dem es unter anderem um das OLED-Display des gerüchteweise geplanten MacBook Ultra geht, wird auch ein möglicher Launch-Zeitraum genannt. Während wir bisher von der Präsentation bzw. dem Marktstart Ende 2026 / Anfang 2027 ausgegangen sind, heißt es: „From July 2026, Samsung Display will supply OLED panels for Apple MacBook Pro series […], with the devices expected to launch in 3Q 2026.“
Neue MacBook Pro-Modelle mit OLED-Displays werden also erwartet; genauer gesagt 14 Zoll- und 16 Zoll-Modelle mit Tandem-OLED-Technologie. Ob diese aber tatsächlich schon dieses Jahr veröffentlicht werden, ist fraglich. Zuletzt drehten sich Gerüchte rund um das MacBook-Redesign nicht mehr um die Pro-Modelle, sondern um ein komplett neues Modell: das MacBook Ultra. Die Aussage, dass dieses im dritten Quartal (3Q 2026) erscheint, würde bedeuten, dass es parallel zum iPhone 18 Pro und iPhone Ultra präsentiert wird.
Die Sir Apfelot Beiträge der Woche
- Die Zukunft von Rosetta: Intel-Apps unter macOS 27 und macOS 28
- Diese Macs sind mit macOS 26, aber nicht mit macOS 27 kompatibel
- Apple Insider-Infos: VR auf Eis, KI-Brille 2027 und AR-Brille 2029
- Berlin bekommt Europas erstes Apple Developer Center
- Apple Design Awards 2026 – Diese Apps und Spiele haben gewonnen!
- All Systems Glow: Apple baut Spannung für WWDC26 auf
- Was ist neu in macOS 26.5.1 und iOS 26.5.1?
- Apple Music Leak: Kostenloses Abo mit Werbung und Skip-Limit?
- Lösung: AirDrop funktioniert nicht, weil das iPhone den Mac nicht anzeigt
- Doch erst Ende 2027: Apple KI-Brille angeblich verschoben
- Suchmaschine ohne KI: Alternative zur Google-Suche mit AI-Features
- Ab Juli nutzlos: Aus für Microsoft Office 2019 auf Apple-Geräten
- Sir Apfelot Wochenschau KW 22, 2026
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.










