Sir Apfelot Wochenschau KW 20, 2026

Es ist Freitag, und trotz Brückentag wieder Zeit für eine neue Ausgabe der Sir Apfelot Wochenschau. Auch in der Kalenderwoche 20 des Jahres 2026 sind mir ein paar Apple- und Tech-News aufgefallen. Unter anderem diese Meldungen gibt’s im Folgenden: NASA testet Mondlander und Marsdrohnen, Signal plant Sicherheitsmaßnahmen gegen Phishing-Attacken, Google stellt neue Laptops vor, Apple hat die Firma hinter Color.io gekauft, und mehr!

Blue Moon MK1: NASA-Test des Blue Origins Mondlanders erfolgreich

Mit der spannenden Artemis II Mission hat die NASA dieses Jahr erstmals seit Jahrzehnten wieder Menschen auf eine Reise um den Mond geschickt. Im kommenden Jahr wird ein Raumschiff-Test im Erdorbit stattfinden (Artemis III), auf dem die Mondlandung im Jahr 2028 (Artemis IV) aufbauen soll. Um zuvor wissenschaftliche Instrumente auf den Mond zu schicken, wurde nun der Mondlander Blue Moon MK1 untersucht.

Blue Moon MK1, Beiname „Endurance“, stammt von der Firma Blue Origins, die vom Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Leben gerufen wurde. Wie die NASA in einem Bericht angibt, hat das Landefahrzeug umfangreiche Tests in einer Vakuumkammer bestanden. In dieser können Weltraumbedingungen simuliert werden. Auf den Tests soll u. a. eine für dieses Jahr geplante Fracht-Entsendungen zum Mond beruhen.

Mit dem Nachfolgermodell MK2 soll außerdem die Personenbeförderung ermöglicht werden, welche dann mit Artemis III getestet wird. Zumindest, wenn das MK2-Modell bis zum kommenden Jahr fertig gebaut werden kann. Falls dem nicht so ist, will die NASA ein Raumschiff der Konkurrenzfirma SpaceX (von Elon Musk) nutzen. Welches auch immer die Orbit-Tests besteht, wird dann wohl 2028 Menschen auf die Mondoberfläche bringen.

Skyfall: NASA plant neue Fluggeräte für den Mars

Bleiben wir noch kurz bei den Raumfahrt-Nachrichten dieser Woche. Nachdem nämlich der „Ingenuity“ genannte Mars-Helikopter die Erwartungen der NASA um ein Vielfaches übertroffen hat, plant die US-amerikanische Raumfahrtbehörde nun die Entsendung weiterer Fluggeräte auf den roten Erdnachbarn. Die neuen Helikopter für den Mars sollen den Namen „Skyfall“ tragen.

Die Tests der Rotorblätter verliefen laut NASA vielversprechend. Unter simulierten Mars-Bedingungen wurden sie so stark beschleunigt, dass der sich am schnellsten bewegende Punkt (an der Spitze der Rotorblätter) die Schallmauer durchbrach. Die hohen Rotor-Geschwindigkeiten sind nötig, da die Marsatmosphäre sehr dünn ist und die Skyfall-Drohnen mehr Last als Ingenuity tragen müssen. Messinstrumente und Sensoren sollen beim Flug Daten liefern.

Signal plant Schutzmaßnahmen gegen Phishing-Angriffe

Nachdem mehrere deutsche Politiker/innen über Signal zur Zielscheibe einer Phishing-Kampagne wurden, hat nun Meredith Whittaker, die Chefin des Messenger-Angebots, neue Schutzmaßnahmen angekündigt. So sollen etwa Warnhinweise darauf aufmerksam machen, wenn das erste Mal eine neuen Nachricht von einer unbekannten Nummer eingeht. Das berichtet der Spiegel in Form eines Interviews mit Meredith Whittaker.

Darin beschreibt sie die Maßnahmen näher. Es soll demnach in Zukunft nicht mehr möglich sein, einen unbekannten Kontakt mit einem einzigen Klick bzw. einem einzigen Tippen auf das Display anzunehmen. Zudem sollen bei Signal intern weitere Maßnahmen getestet werden, um mehr Sicherheit gegen unbekannte Kontakte, die sich z. B. als „Signal Support“ ausgeben, zu bieten.

Bei der Phishing-Attacke gegen hochkarätige Nutzer/innen der Signal App wurde nichts gehackt und auch keine Sicherheitslücke des Open-Source-Codes ausgenutzt. Vielmehr wurde auf die „Schwachstelle Mensch“ gesetzt, die auf den Kontaktnamen „Signal Support“ reingefallen ist und PIN, Sicherheitsschlüssel sowie weitere Daten preisgegeben hat. Signal kontaktiert User nie per Chat, weshalb entsprechende Anfragen immer als Fake abgetan und blockiert werden sollen.

Googlebook: Googles Chromebook-Nachfolger mit Android und KI

Google hat diese Woche eine neue Reihe von Laptops präsentiert, die sogenannten Googlebooks. Ähnlich wie Apple seine aktuellen Geräte mit „designt für Apple Intelligence“ bewirbt, hat Google seinen neuen Laptops den Slogan „designt für Gemini Intelligence“ verpasst. Die im Hardware- und Software-Bereich komplett neu gestalteten Chromebook-Nachfolger setzen auf KI-Funktionen sowie die Interoperabilität mit Android und Android-Geräten. 

Gefertigt werden die Geräte, die man an einem in den Google-Farben blau, grün, gelb und rot gehaltenen Lichtstreifen an der Oberseite erkennt, von Partnern wie Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo. Der Lichtstreifen wird „Glowbar“ genannt. Laut der offiziellen Webseite für die neuen Googlebooks kommen sie im Herbst 2026 auf den Markt. Ob sie eine ernsthafte Konkurrenz für das MacBook Neo sein können, ist fraglich. Vor allem im Bildungsbereich wird der starke Fokus auf KI-Funktionen keinen Pluspunkt darstellen.

Deshalb schickt macOS einige OpenAI-Apps in den Papierkorb

Wer am Apple Mac eine oder mehrere OpenAI-Apps – etwa ChatGPT, Codex, Codex-cli oder den Atlas Browser – nutzt, bekommt für diese aktuell vielleicht eine Malware-Warnung angezeigt. Das Mac-System macOS schiebt die Programme anschließend in den Papierkorb, damit man sie von dort aus direkt löschen kann. Der Grund dafür liegt in einem Sicherheitsvorfall beim Developer-Werkzeug Axios.

Wie bereits vor zwei Wochen berichtet, vermutet OpenAI zwar keine Sicherheitslücken in älteren Versionen seiner Apps. Dennoch wurde der Support für diese ab dem 8. Mai eingestellt. Deshalb zeigt macOS für sie wohl jetzt den Malware-Hinweis an. Sie können nicht mehr genutzt werden. Wer die OpenAI-Apps weiterhin verwenden will, muss die neueste Version herunterladen und neu installieren.

Firmeneinkäufe: Apple hat im Januar PromptAI und die Patchflyer GmbH gekauft

Unter dem Digital Markets Act (DMA) müssen bestimmte Tech-Riesen ihre Firmeneinkäufe offenlegen. Eine entsprechende Liste wird öffentlich geführt. Auf dieser sind nun die ersten Apple-Übernahmen für 2026 zu finden. Mit PromptAI wurde eine Firma übernommen, die „Visual Intelligence“ für Heimtechnologie entwickelt, also bspw. die Objekt-, Personen- und Tier-Erkennung auf Bildern von Überwachungskameras.

Mit der Patchflyer GmbH hat Apple die Firma hinter dem Online-Angebot Color.io aufgekauft. Der Developer Jonathan Ochmann, der über zehn Jahre allein an den Tools für Foto- und Filmbearbeitung gewerkelt hat, arbeitet nun für Apple. Man kann davon ausgehen, dass die von Color.io bekannten Tools in Final Cut Pro und Pixelmator Pro einfließen werden. Bisherige User der Online-Plattform wurden über die Abschaltung zum 31. Dezember 2025 informiert und konnten sich eine Offline-Version laden (Quelle).

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