Benötigt meine Drohne eine Versicherung? Hier die Fakten!

Drohnen sind versicherungspflichtig, weshalb privat und gewerblich für jede Drohne eine Versicherung nötig ist. Die private Haftpflichtversicherung reicht dabei nicht aus; es braucht eine spezielle Versicherung für Drohnen, damit man mit dem Quadrocopter fliegen darf. Sind Drohnen versichert, dann ist der Eigentümer bzw. Pilot gegen Schäden an und durch die Drohne sowie gegen deren Entwendung abgesichert. Bei einigen Anbietern ist sogar der Klau von Drohnen aus dem PKW abgesichert. Mehr Infos und Fakten zum Thema Drohnenversicherung habe ich euch in diesem Ratgeber zusammengefasst; dazu gibt’s Links zu Fachseiten.

Erst versichern, dann starten!

Brauche ich für meine Drohne – hier im Bild die DJI Mavic Pro – eine Versicherung? Ja, auf jeden Fall ist die Haftpflichtversicherung Pflicht, während eine Kasko-Versicherung optional ist. Details und Beispiele findet ihr in diesem Ratgeber.

Drohnen: Versicherungen für Privat und Gewerbe

Neben der Kennzeichnungspflicht gilt für Drohnen auch eine Versicherungspflicht. Wenn ihr für eine Drohne oder mehrere Drohnen eine Versicherung abschließen wollt, dann gibt es verschiedene Modelle. Allem voran gilt es natürlich, zwischen den Angeboten für private und gewerbliche Anwender zu unterscheiden. Setzt ihr die Drohne für das Urlaubsvideo, für Hobbyaufnahmen und dergleichen ein, dann ist eine Drohnenversicherung für Privatpersonen das Mittel der Wahl. Nutzt ihr die Aufnahmen oder andere Produkte und Dienste, welche sich aus dem Flug der Drohne ergeben, um Geld zu verdienen, dann solltet ihr eine Drohnenversicherung für gewerbliche Nutzer in Betracht ziehen. Informationen zu beiden Formen gibt es in ausführlicher Form auf versichertedrohne.de.

Der Anbieter versichertedrohne.de hat unterschiedliche Preise für private und gewerbliche Nutzung der Drohnen. Die aktuellen Preise findet ihr hier auf der Seite des Anbieters (Screenshot der Homepage versichertedrohne.de).

Der Anbieter versichertedrohne.de hat unterschiedliche Preise für private und gewerbliche Nutzung der Drohnen. Die aktuellen Preise findet ihr auf der Seite des Anbieters – und zwar hier für private Kunden und hier für gewerbliche Kunden (Screenshot der Homepage versichertedrohne.de).

Drohnenversicherung: Haftpflicht und Kasko bzw. Vollkasko

Für die Drohne eine Versicherung abschließen, das muss nicht teuer sein – im Gegenteil, ich finde, dass die Angebote einzelner Versicherer für Quadrocopter durchaus vernünftig sind. Private Anwender, die eine Haftpflichtversicherung haben wollen, sind schon mit rund 70 Euro im Jahr dabei. Die Haftpflicht im gewerblichen Bereich des Drohnenflugs ist ebenfalls nicht zu teuer; von 120 Euro bis 420 Euro im Jahr gibt es verschiedene Modelle der Versicherung für Drohnen.

Neben der Haftpflicht für eventuelle Schäden, bei der am besten auch das freie Fliegen außerhalb von Modellflugplätzen versichert sein sollte, gibt es die Kasko-Versicherung. Die Kasko für Drohnen sichert Schäden am Gerät, dessen Diebstahl und mehr ab. Sogar Steuereinheiten und als solche genutzte Smartphones (iPhone) oder Tablets (iPad) können abgesichert werden; ebenfalls privat und gewerblich.

Die DJI Care ist eine interessante Absicherung, die auch Wasserschäden und Pilotenfehler abdeckt. Die Preise für die DJI Care sind überschaubar und ich schließe diese Versicherung immer ab, da man dann seinen Copter oder ein Austauschgerät relativ schnell wieder zur Verfügung hat.

Die DJI Care ist eine interessante Absicherung, die auch Wasserschäden und Pilotenfehler abdeckt. Die Preise für die DJI Care sind überschaubar und ich schließe diese Versicherung immer ab, da man dann seinen Copter oder ein Austauschgerät relativ schnell wieder zur Verfügung hat.

DJI Care/Care Refresh als Alternative zur Kasko

Für Piloten einer DJI Drohne (Mavic Pro, Spark, Inspire 1/2 oder Phantom 3/4) ist als Alternative für die Kasko-Versicherung eventuell die DJI Care bzw. Care Refresh Absicherung interessant. Diese kostet einen Bruchteil des Kaufpreises des Copters und man bekommt bei “Schäden durch normalen Gebrauch” relativ schnell ein Ersatzgerät – und das Ganze sogar bis zu zweimal pro Jahr. Der Unterschied zwischen DJi Care und Care Refresh ist, dass bei DJI Care alle Kosten von DJI übernommen werden, während man bei Care Refresh einen kleinen Obulus extra zahlen muss, der jedoch nur ein Bruchteil des Kaufpreises des Systems kostet.

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Übrigens sind “Schäden durch normalen Gebrauch” dabei auch Beschädigungen, die durch einen Pilotenfehler passiert sind. Wenn man also aus Versehen in einen Baum rauscht, wird dies durch die DJI Care abgedeckt. Mehr Infos dazu findet ihr hier bei der DJI Care Seite für die Modelle Phantom 3 und 4 sowie der Inspire 1 und der DJI Care Refresh Seite für die Modelle Spark und Mavic Pro, Phantom 4 Pro und Advanced, Inspire 2, Zenmuse X5S und X4S.

Drohne und Versicherung: Wann darf eine Drohne geflogen werden?

Bevor man einen Quadrocopter bzw. einen Multicopter mit mehr als vier Propellern – oder kurz Drohnen – in die Luft gehen lässt, sollte man sich vergewissern, dass man das auch darf. Seit April 2017 muss eine Drohne über 250 Gramm Abfluggewicht in Deutschland nämlich gekennzeichnet werden. Ebenfalls seit April 2017 gelten neue Verordnungen, die u. a. das Fliegen über Menschenansammlungen, Einsätzen von Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften, etc. sowie das Fliegen über Regierungsgebäuden und Gewerbeflächen verbieten. Auch für das Überfliegen sowie Aufnehmen von privaten Flächen sind Genehmigungen einzuholen. Zudem hat die Deutsche Flugsicherung GmbH ein Infoblatt zur Flugerlaubnis für Drohnen herausgegeben. Kurzum: Nur wenn es sicher ist, wenn ihr eure Drohne gekennzeichnet und versichert habt, dann dürft ihr sie auch fliegen.

Auch kleine Drohnen wie die DJI Spark, die mit knapp 300 Gramm zu den leichtesten Geräten mit HD-Kamera gerhört, muss vor dem Flug (auch von privaten Personen!) versichert werden (Foto: ITG-Fotoflug.de).

Auch kleine Drohnen wie die DJI Spark, die mit knapp 300 Gramm zu den leichtesten Geräten mit stabilisierter HD-Kamera gerhört, muss vor dem Flug (auch von privaten Personen!) versichert werden (Foto: ITG-Fotoflug.de).

250 Gramm Regel hat keinen Einfluss auf die Versicherungspflicht

Wer die Drohnenverordnung gelesen hat, der wir feststellen, dass es eine Unterscheidung zwischen Geräten über und unter 250 Gramm gibt. Quadrocopter wie die DJI Spark (hier mehr zu dem Modell!) kommen schon sehr nah an diese Grenze heran, aber selbst für solche Geräte, die unter die 250g kommen, besteht eine Versicherungspflicht. Der einzige Unterschied, den die Grenze ausmacht, ist die Kennzeichnungspflicht, denn Multikoper unter 250 Gramm benötigen kein Drohnenkennzeichen.

Eine interessante Information ist vielleicht, dass es in der Schweiz auch eine 250-Gramm-Regel gibt. Anders als in Deutschland werden in der Schweiz Quadrocopter unter 250 Gramm als Spielzeug eingeordnet und unterliegen damit weder einer Versicherungspflicht, noch einer Pflicht für ein Drohnenkennzeichen oder sonstigen Regelungen, die für schwerere Drohnen gelten.

Fazit

In Deutschland muss man nicht nur viele Regeln einhalten, sondern Drohnen auch versichern. Die Drohnenversicherung gibt es in verschiedener Form, wobei auch umfangreiche Angebote mit vielen Leistungen kein Loch in die Haushalts- oder Unternehmenskasse reißen. Für Privat und Gewerbe gibt es Angebote mit hoher Deckungssumme und weiteren Vorteilen für Drohne und Piloten. Zu beachten ist, dass neben der Kasko die Haftpflichtversicherung für den Copter abgeschlossen werden muss – die reguläre Haftpflichtversicherung reicht nicht aus. Nur wenn alle Versicherungen vorhanden sowie die Kennzeichnung und Überprüfung auf Tauglichkeit geschehen sind und alles andere auch geklärt ist, solltet ihr das unbemannte Flugobjekt auf Reisen schicken 😉

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