Mac OS X 10.6 Snow Leopard – Alles, was ihr wissen müsst!

Snow Leopard ist mit der Versionsnummer 10.6 die siebende Hauptversion von Apples „Mac OS X“-Betriebssystem. Es wurde in 2009 veröffentlicht und stellt kein rundum erneuertes System für den Mac dar, sondern ein auf Mac OS X 10.5 Leopard aufbauendes System, das Verbesserungen für die damit eingeführten Funktionen, mehrere Feinjustierungen in Systemabläufen sowie Anpassungen in der grafischen Oberfläche bietet. Mac OS X 10.6 ist das letzte Mac-Betriebssystem, in dem die Emulator-Technik Rosetta zum Einsatz kommt, dank der PowerPC-Apps auf Intel-Macs genutzt werden können. PowerPC-Macs wurden bis 2006 verkauft. Weitere Details zu Snow Leopard bekommt ihr im Folgenden.

Was wurde mit Mac OS X 10.6 Snow Leopard neu gemacht?

Weiter unten könnt ihr euch ein Video von der WWDC 2009 anschauen, im Rahmen derer das damals neue Betriebssystem erstmals vorgestellt wurde. Dabei wurde z. B. angekündigt, dass 90% der „Projekte“ in dem Mac-System nachgebessert wurden. Als erstes wurde dies am Finder aufgezeigt, dessen Oberfläche zwar die gleiche blieb, der aber unter der Haube etliche Anpassungen bekam. Diese sorgten u. a. dafür, dass Inhalte schneller angezeigt, bequemere Menüs genutzt und Dateien besser organisiert werden konnten. Auch für das in der vorigen Version (Leopard) eingeführte 3D-Dock gab es Anpassungen, etwa die Integration von Exposé für die Anzeige und schnelle Auswahl offener Programmfenster.

Direkt im Anschluss wurde bekannt gegeben, dass auch der Installationsprozess eine Verbesserung erfahren hat. So sollte die Installation von Mac OS X 10.6 Snow Leopard im Vergleich zu vorherigen Versionen bis zu 45% schneller ablaufen. Aber nicht nur das – auch sollten bis zu 6 GB Festplattenspeicher zurückgewonnen werden, weil die für das System nötige Dateien besser komprimiert wurden. Weiter ging es mit der Vorschau. Die Vorschau-App in macOS kann alle möglichen Dateien anzeigen, und unter Mac OS X Snow Leopard ging das für JPEG-Dateien zweimal so schnell und für PDF-Dateien 1,5-mal so schnell wie zuvor. Zudem wurde für PDFs eine KI eingeführt, die eine logischere Textauswahl zulässt.

Nach der Präsentation der Eingabe chinesischer Schriftzeichen über das Trackpad wurde über Mail gesprochen. Das Verschieben von E-Mails sollte nun 2,3-mal so schnell, die Suche 1,9-mal so schnell und das Aufrufen der Mail App 1,8-mal so schnell wie zuvor gehen. Im Anschluss ging es um das neue, schnelle Safari 4, das zwar auch für ältere Systeme erschien, aber in Snow Leopard ein paar Extras enthielt. Hinzu kamen Details für das neue QuickTime X mit modernerer Basis, Hardwarebeschleunigung, ColorSync und HTTP-Streaming. Im Anschluss gab es eine Demonstration von einigen der vorgestellten Inhalte durch Craig Federighi. Er zeigte u. a. Neuerungen im Dock und im Finder (z. B. Symbolzoom und Live-Vorschau in PDF-Icons).

Nach der durchaus langen Demo der in den vorigen Absätzen genannten und auf der WWDC 2009 Keynote zuvor nur mit Beispielgrafiken unterlegten Verbesserungen ging es noch weiter. Es wurden die „powerful new technologies“ in Mac OS X 10.6 Snow Leopard näher beleuchtet, die vom Multi-Core Intel-Chip mit 64bit-Architektur, von mehreren Gigabyte Arbeitsspeicher sowie von starken GPU-Einheiten profitieren sollten. Denn durch 64bit konnten nun mehr als nur 4 GB RAM verwendet werden, Berechnungen liefen doppelt so schnell, etc. Und das wirkt sich positiv auf alle Apps aus. Für Multi-Core-Prozesse wurde zudem „Grand Central Dispatch“ für eine bessere Ansteuerung der CPU-Kerne eingeführt.

Anschließend ging es um die Grafik. Ausgehend von der Grafikbeschleunigung OpenGL wurde die Mac-Technik „OpenCL“ vorgestellt, die sich statt nur auf Grafik (OpenGL) auf das gesamte Computing (OpenCL) bezieht und damit alle Prozesse systemweit beschleunigt. Das „Open“ im Namen gibt an, dass es sich um einen offenen Standard handelt, an dem nicht nur Apple gearbeitet hat. Als Partner wurden u. a. AMD, Intel, Nvidia, IBM, Qualcomm, Texas Instruments und mehr angegeben. Weiterhin wurde auf den wechselnden Einsatz zuhause und auf Arbeit eingegangen, da MS Office auf dem Mac läuft, Windows ausgeführt werden kann und mehr. Zudem bietet auch macOS selbst Büro- und Kommunikations-Apps. Dafür gab es abschließend noch eine Demo. 

Weitere Informationen zu Mac OS X 10.6 Snow Leopard für den Apple Mac:

Welche Mac-Modelle sind mit Mac OS X Snow Leopard kompatibel?

Für das Upgrade auf Mac OS X 10.6 Snow Leopard wird ein Apple Mac mit mindestens 5 GB freiem Festplattenspeicher und mindestens 1 GB Arbeitsspeicher vorausgesetzt. Für die Installation wurde zudem ein DVD-Laufwerk benötigt, egal ob intern oder extern. Ab dem Nachfolger, OS X 10.7 Lion konnte der Mac App Store oder ein USB-Stick für das Upgrade verwendet werden. Im offiziellen Datenblatt zum System gibt es keine Liste mit kompatiblen Jahrgängen des Mac, iMac, MacBook oder anderen Apple-Computern (das folgte erst mit OS X Lion). Allerdings wurden Voraussetzungen für einzelne Technologien, Apps und Funktionen genannt. So mussten für OpenCL bestimmte Grafikkarten verbaut sein, einige Beschleunigungen funktionierten nur mit einem 64-Bit-Prozessor, und Grand Central Dispatch setzte einen Multicore-Prozessor voraus. Weitere Angaben findet ihr in der verlinkten Quelle.

Mac OS X Snow Leopard herunterladen und Boot-Stick erstellen

Es gibt in 2023 keine offizielle Möglichkeit mehr, Mac OS X 10.6 herunterzuladen. Keine der Apple-Quellen, von Download-Listen bis zum Mac App Store, bietet den Download an. Sicher gibt es bei Drittanbietern irgendwelche Downloads von dmg-, pkg- oder Installer-Dateien, aber diese möchte ich hier nicht verlinken. Wir können nicht sicherstellen, dass von Dritten angebotene OS-Downloads ohne schadhafte Veränderungen daherkommen. Es gibt aber die Alternative, einen fertigen Mac OS X 10.6 Boot-Stick zu kaufen.

Apple Mac OS X 10.6 Snow Leopard Boot-Stick kaufen

Ihr spart euch eine Menge Zeit und Aufwand, wenn ihr euch einen USB-Stick kauft, der bereits mit einer fertigen Mac OS X 10.6 Snow Leopard Installer-Datei ausgestattet ist. So einen USB-Bootstick bekommt ihr z. B. bei Amazon. Er kostet 16,99 Euro und kann sogar mit Prime-Lieferung bestellt werden, wenn ihr es eilig habt. Derzeit liegen die Bewertungen bei 4,3 von 5 Sternen – zur Angebotsseite mit allen Infos, der Bestellmöglichkeit und den Rezensionen kommt ihr mit diesem Link.

D-S Systems Installation-Bootstick kompatibel mit OS X 10.6 Snow Leopard macOS Bootfähiger Bootable...
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Mac OS X Snow Leopard Wallpaper – Schreibtisch-Hintergrund in 5K und 6K herunterladen

Für diese Version des Mac-Betriebssystems gibt es zwei unterschiedliche, aber doch recht ähnliche Schreibtischhintergründe. Denn bei diesem System handelt es sich um das letzte, das noch einen dedizierten Server-Ableger bekam. Während Mac OS X Snow Leopard ein in rosa und lila gehaltenes Weltraum-Bild bekam, da erhielt Mac OS X Server 10.6 ein eher in Blautönen gehaltenes Pendant. Beide ähneln zudem den Hintergrundbildern von Mac OS X 10.5 Leopard und Mac OS X Server 10.5. Damit wird angezeigt, dass es sich um fast das gleiche System handelt, aber ein paar Änderungen für eine bessere Nutzungserfahrung vorgenommen wurden.

Wenn ihr das hochauflösende Snow Leopard Wallpaper an einem neuen Mac oder an einem PC nutzen wollt, ist das ganz leicht möglich. Bei 512pixels findet ihr alle Standard-Hintergründe ab Mac OS X 10.0 Cheetah und 10.1 Puma. Dabei handelt es sich allerdings nicht um pixelige Screenshots alter Geräte, sondern um 5K- und 6K-Versionen, die sogar auf den allerneuesten und hochauflösenden Displays super aussehen. Ihr bekommt dort zudem alle Standard-Wallpaper der folgenden Mac-Systeme, auch der aktuellsten wie macOS 11 Big Sur, macOS 12 Monterey, macOS 13 Ventura und macOS 14 Sonoma. Zur 512pixels-Seite mit allen Download-Optionen kommt ihr mit diesem Link.

Mac OS X Snow Leopard Handbücher und Anleitungen

Hier im Blog haben wir leider nicht so viele Anleitungen, Ratgeber und Hilfestellungen für ältere Systeme auf Lager. Immerhin gibt es Sir Apfelot erst seit 2012. Für modernere Mac-Systeme findet ihr allerdings eine ganze Menge Problemlösungen, Tipps und Tricks. Wollt ihr alles über Retro-Systeme erfahren und diese bis ins kleinste Detail ausprobieren, dann gibt es u. a. bei Amazon die richtigen Angebote. Ein paar Handbücher kann man da noch kaufen.

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