Neues iPad-System: Was bringt uns iPadOS 16?

Diesen Monat sollen neue iPad-Modelle und damit auch das von Apple im Juni vorgestellte Betriebssystem iPadOS 16 auf den Markt kommen. Dieses ist für verschiedene Modelle mit A- und M-Chips kompatibel, bringt auf den sich unterscheidenden Geräte aber auch verschiedene neue Funktionen mit. Der sogenannte Stage Manager, eine neue Möglichkeit zum Anordnen und Auswählen geöffneter App-Fenster, wird z. B. nur auf iPads mit M1- und M2-Chip verfügbar sein. Neben dem Stage Manager gibt es aber auch noch andere neue Funktionen, die einen näheren Blick wert sind.

Was bringt das iPadOS 16 Upgrade für Apple iPad, iPad Air, iPad mini und iPad Pro? Hier findet ihr neue Funktionen für System und Apps an den einzelnen Tablets.

Was bringt das iPadOS 16 Upgrade für Apple iPad, iPad Air, iPad mini und iPad Pro? Hier findet ihr neue Funktionen für System und Apps an den einzelnen Tablets.

Fotos

Wie auch schon unter iOS 16 auf dem iPhone können Fotos auf dem iPad mit iPadOS 16 schneller bearbeitet werdet. Dazu lassen sich Veränderungen von einem Foto auf andere Bilder übertragen, sodass man nicht jeden Regler neu auf den gleichen Wert drehen muss. Außerdem können in geteilten Mediatheken alle Beteiligten die Bearbeitungen vornehmen, Fotos hinzufügen und löschen sowie Schlagwörter vergeben, Favoriten anlegen und dergleichen mehr. 

Zum Teilen lassen sich außerdem nicht mehr nur einzelne Fotos oder Alben auswählen, sondern auch Datumsangaben oder abgebildete Personen. Zudem kommt das Feature „Geteilte iCloud Fotomediathek“ auf das iPad – für die gemeinsame Nutzung über die Familienfreigabe mit bis zu fünf Personen. Allerdings wurde schon angekündigt, dass sich diese Funktion etwas verspätet und nicht direkt mit dem iPadOS 16 Release herauskommt. Was aber direkt nutzbar sein soll, das ist die Freistellungsfunktion für Bildinhalte: Fotos automatisch freistellen.

Nachrichten

iMessage-Nachrichten am iPad und iPhone bekommen neue Nutzungsmöglichkeiten – zum Beispiel können sie als ungelesen markiert werden, wenn man sie später noch einmal anschauen und beantworten will, weil man ad hoc keine Zeit hat. Für iOS 16 haben wir für weitere Neuerungen schon ein paar Anleitungen verfasst. Auf dem iPad mit iPadOS 16 werden sie ebenfalls Gültigkeit haben:

Am iPad wird die Nachrichten App für iMessage-Kontakte, SMS und MMS zudem SharePlay bekommen und eine bessere Teamwork-Erfahrungen bieten. Denn es lassen sich bald verschiedenste Inhalte wie Notizen, Safari-Tabgruppen, Keynote-Präsentationen und so weiter teilen. Die gemeinsame Arbeit an einem Projekt wird also durch die Apple-eigenen Lösungen noch einfacher. 

Mail

Neben einer überarbeiteten Suche lassen sich in der Apple Mail App unter iPadOS 16 auch jene vorteilhafte Neuerungen finden, die man in iOS 16 fürs iPhone vorfindet. Hier ein paar Anleitungen, die wir bereits dafür veröffentlicht haben:

Passkeys

Anstelle von Passwörtern, die bei der händischen Eingabe bspw. mit einem Keylogger als Spyware abgegriffen werden können, sollen in naher Zukunft eher „Passkeys“ auf Apple-Geräten verwendet werden. Diese fragen keine Passwörter ab, sondern setzen Äquivalente durch die Abfrage von Touch ID oder Face ID ein – also so ähnlich, wie man das schon von Auto-Fill-Optionen und anderen Verifizierungen auf Webseiten und in Apps kennt. Mehr zum Thema Passkeys findet ihr hier: Passkeys – Verschlüsselte Zugänge statt Passwort-Nutzung.

Stage Manager

Der Stage Manager ist ein weiteres Werkzeug fürs Multitasking am iPad, iPad Air bzw. iPad Pro. Unter den derzeitig auf dem Markt befindlichen Modellen des Apple-Tablets ist der Stage Manager nur für das iPad Air der 5. Generation, für das 12,9 Zoll iPad Pro der 5. Generation sowie für das 11 Zoll iPad Pro der 3. Generation vorgesehen – also für Modelle mit dem M1-Chip. 

Aber auch die wahrscheinlich bald auf den Markt kommenden iPad-Pro-Modelle mit M2-Chip werden das neue Multitasking-Feature bekommen. Es wird sich neben dem iPad-Display zudem auf externen Monitoren nutzen lassen, um Fenster übersichtlich anzuordnen und schneller anwählbar zu machen. Dafür werden sie am Rand des Displays aufgelistet.

Referenz- und Skalierungsmodi fürs Display

Wie bereits im ganz oben verlinkten Beitrag zur Beschreibung von iPadOS 16 im Rahmen der WWDC22-Keynote aufgezeigt, wird es für bestimmte iPad-Modelle die Möglichkeit geben, Referenzmodi auszuwählen. Auf dem 12,9 Zoll iPad Pro lassen sich dann Farbprofile für verschiedene Projekte auswählen, was auch praktisch ist, wenn das Tablet als Sidecar-Display am Mac genutzt wird. So lassen sich die am Mac und iPad verwendeten Displayeinstellungen aufeinander abstimmen. Wie ihr Referenzmodi am Mac nutzt, das lest ihr hier: Referenzmodus auswählen an MacBook Pro, Pro Display XDR und Studio Display.

Der Skalierungsmodus hingegen hilft dabei, die Auflösung des Apple iPad Displays zu ändern, sodass mehr drauf passt. Durch eine höhere Pixeldichte können mehr Inhalte angezeigt werden, was bei manchen Apps, einigen Webseiten und dergleichen sicher praktisch ist. Gedacht ist der Modus aber nicht vorrangig für die Verwendung einer einzelnen App, sondern für Split View. Wenn sich zwei oder mehr Apps den Bildschirm teilen, kann eine höhere Pixeldichte dafür sorgen, dass die Apps mehr anzeigen, wenn auch kleiner.

Noch mehr Infos zu iPadOS 16

Wenn ihr ungeduldig auf den Release von iPadOS 16 fürs Apple iPad wartet, dann könnt ihr euch an anderer Stelle noch mehr Infos zu Neuerungen und Verbesserungen einholen. Apple bietet dafür etwa eine offizielle Vorschauseite des Systems an, auf der ihr neben Beschreibungen von Features in Textform auch zahlreiche Screenshots und Animationen findet. So könnt ihr euch noch besser auf das kommende iPad-Betriebssystem für 2022 und 2023 vorbereiten.


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